Der Bitcoin-Preis fällt weiter und durchbricht die 200 Dollar Marke

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Der Bitcoin-Kurs hat heute um 07:24 Uhr (GMT) die nächste Schwelle durchbrochen. Der Bitcoin-Preis fiel in den frühen Morgenstunden auf unter 200 Dollar und erreichte damit einen Tiefstand wie wir ihn seit Ende 2013 nicht mehr gesehen haben.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

In nur 5 Minuten überschritt der Kurs die 200er Marke und fiel prompt auf 185 US-Dollar. 15 Minuten später lag der Kurs bei 179,13 US-Dollar. Dieser Preis ist sehr bedeutsam da der Bitcoin in der chinesischen Währung damit auch die magische 1.000 Yuan Grenze unterschritten hat, eine Währung in der 65% aller Bitcoins gehandelt werden.

Derzeit (11.40 Uhr) liegt der Bitcoin-Preis bei 196 US-Dollar oder 171,96 Euro.

Gox-Like Preise


Das letzte Mal als der Bitcoin-Preis die 200er Marke unterschritten hatte war 2013. Kurz darauf explodierte der Bitcoin-Kurs jedoch und fand sein Allzeithoch bei 1.100 Dollar.

Einen solchen Preissturz wie wir ihn jetzt sehen gab es zuletzt nach der Mt.Gox Pleite im Februar 2014. Damals stürzte der Preis pro BTC auf unter 500 US-Dollar.

Von einer solchen Kaufkraft kann man im Moment wohl nur träumen, während die Bitcoin-Miner derzeitalle 10 Minuten 25 neue Bitcoins schürfen und die Zahlungsabwickler alle Bitcoin-Zahlungen direkt in Fiat Währungen eintauschen, um sich vor genau einem solchen Preisverfall abzusichern.

Der Preisverfall hat aber nicht nur eine psychologische Auswirkung auf die Nutzer und Spekulanten, auch die Presse die Bitcoin bereits in den letzten Jahren tot reden wollte stürzt sich auf dieses historische Ereignis.

Das Mining-Rätsel

Auch wenn der Bitcoin-Preis in den letzten tagen primär im Fokus der Marktbeobachter stand, hat auch die Hash-Rate (Rechengeschwindigkeit) einen massiven Drop erlitten. Die Hashing-Power fiel am späten Dienstag Abend von 358,478,281 GH/s auf 229,513,534 GH/s. Pendelte sich später aber bei 300,000,000 GH/s ein.

Das Problem ist klar – die Kombination von einem niedrigen Preis und einem hohen Schwierigkeitslevel macht das Mining nicht länger profitabel. Die derzeitige Schwierigkeit liegt bei 43,971,662,056.09 und wurde erst vor ein paar Tagen angepasst. Das bedeutet es wird mindestens 2 Wochen dauern, bis eine neue Schwierigkeit ausgegeben wird.

Nun hängt alles von der Zeit zwischen den Blocks ab welche in der vergangenen Nacht auf 12 Minuten stieg. Am Morgen lag diese dann bei 11 Minuten. Wenn sich noch mehr Miner dazu entscheiden sollen ihren Stecker zu ziehen, wird diese zeit weiter steigen und das resultiert in eine noch längere Periode bis zur nächsten Mining-Schwierigkeit.

Die Miner haben also eine schwere Entscheidung zu treffen. Wenn sie weiter schürfen fahren sie wohl möglich Verluste ein, sollten sie jedoch den betrieb einstellen, wird es umso länger dauern bis eine vermutlich niedrigere Schwierigkeit eintritt.

Wie wird sich der Bitcoin-Preis weiter entwickeln?

Die Miner die sich dazu entscheiden haben weiter zu schürfen, werden vermutlich dazu gezwungen sein ihre frisch geschürften Bitcoins direkt zu verkaufen. Egal zu welchem Preis, hauptsache ein Teil der Kosten kann kompensiert werden. Das wird das Angebot an billigen Coins kurzfristig vergrößern und den Bitcoin-Preis weiter drücken.

Wenn sich eine signifikante Anzahl Miner dazu entscheidet den Betrieb einzustellen, wird sich die Schwierigkeit verringern, das dauert jedoch Wochen.

BTC-Echo


Englische Originalfassung von Jon Southurst via CoinDesk
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