Bosch Konzern investiert in IOTA

Bosch
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Am gestrigen Dienstag teilte die Wagniskapital-Tochter des Bosch Konzerns mit, sich mit einer „bedeutenden“ Anzahl IOTA-Token an der IOTA Foundation beteiligt zu haben. Da sich Bosch selbst als Pionier in Sachen Adoption von Distributed Ledger Technologien betrachtet, ist das Investment als ein strategischer Schritt zu sehen. Es geht um die Entwicklung und Implementierung dieser Technologie in der Automobilbranche und beim Internet of Things (IoT). Die Ankündigung hatte schon einen überaus positiven Einfluss auf den IOTA-Kurs, der heute bereits über 30 % zugelegt hat.

Die Robert Bosch Venture Capital (RBVC) gab gestern eine umfangreiche Beteiligung an der gemeinnützigen IOTA Stiftung bekannt. Die RBVC habe kürzlich eine signifikante Menge an IOTA Token erworben. In welcher Höhe genau, wurde nicht bekannt gegeben. Der RBVC geht es aber nicht vorrangig um ein Investment, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die Bosch Gruppe hofft, die Distributed Ledger Technologie für die Steuerung von Bauteilen von Fahrzeugen und Steuereinheiten des Internet of Things (IoT) einsetzen zu können. Bosch will als Zielvorgabe die neuartige Technologie ins eigene Ökosystem integrieren, ums sie auch ihren wichtigsten Partnerunternehmen verfügbar zu machen. Um die Zusammenarbeit zu intensivieren, wird Dr. Hongquan Jiang dem Beirat der IOTA Stiftung beitreten.

IOTA, die erste Distributed-Ledger-Technologie überhaupt, geht weit über das Konzept der Blockchain aus dem Jahr 2008 hinaus, weil sie nicht aus einer Kette von Blöcken besteht. Die Nodes (Teilnehmer) müssen im Gegensatz zur Blockchain nicht in einer festen Abfolge miteinander kommunizieren. Bei der IOTA sind sie bei der Auswahl ihrer Kommunikationspartner völlig ungebunden. Im Gegensatz zur Blockchain wurde IOTA eigens dafür entwickelt, um die Steuerung von IoT-Anwendungen zu optimieren. Das sind alle möglichen smarten Geräte, die mit einer intelligenten Steuereinheit versehen und ebenfalls mit dem Internet verbunden sind. Im Hinblick auf die Schnelligkeit und der Kosten ist IOTA der sehr viel älteren Blockchain Technologie weit überlegen. IOTA wird seit 2015 von der Non-Profit-Organisation IOTA-Stiftung beaufsichtigt, die dafür sorgt, dass sie für alle Entwickler lizenzfrei bleibt. Die genauen Unterschiede zwischen den beiden Technologien haben wir hier für alle Leserinnen und Leser in einem eigenen Tutorial festgehalten.

Das Investment der Bosch Gruppe kommt nicht von ungefähr. So wurde in der Vergangenheit eine Zusammenarbeit mit Volkswagen und innogy bekannt, um gemeinsam mit der Stiftung IOTA-basierte Ladesysteme für Autos zu entwickeln. Dr. Hongquan Jiang von Bosch glaubt an eine große Zukunft der neuen Technologie. Man arbeite bereits seit drei Jahren gemeinsam an verschiedenen Projekten und teile mit den Stiftungs-Mitgliedern ganz ähnliche Visionen. Am Ende der gemeinsamen Bemühungen steht eine möglichst effektive und kostengünstige Steuerung von Kleinstcomputern im IoT. Das kann ein smarter Kühlschrank, Toaster oder ein Fahrzeugteil wie eine Autobatterie sein, die der Werkstatt automatisch online mitteilt, dass sie wegen ihres Ladezustands bald ausgewechselt werden muss, um nur ein praktisches Beispiel zu nennen. IOTA kann man sehr vielfältig einsetzen, was die Technologie für den Stuttgarter Mischkonzern sehr interessant macht. Bosch beschäftigt sich ebenfalls mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Solartechnik, Gebäudetechnik, Industrietechnik und vieles mehr.

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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