BlackRock lehnt die Auflage eines Bitcoin-ETF vorerst ab

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Quelle: Blackrock via Shutterstock

In einem Interview mit Bloomberg hat Mark Wiedman, Global Head of iShares and Index Investments for BlackRock, geäußert, dass er es für nicht sinnvoll hält, einen Bitcoin-ETF aufzulegen.

Eine nicht ganz irrelevante Aussage, schließlich ist BlackRock die größte Anlagegesellschaft der Welt. Würde BlackRock umgekehrt versuchen Bitcoin-Fondslösungen anzubieten, dann würde das dem Kryptomarkt mehr Auftrieb verleihen können als es bei jedem anderen Investmenthaus der Fall wäre. So scheint aber, zumindest vorerst, klar zu sein, dass es mit BlackRock keine Bitcoin-ETFs geben wird.

Losgelöst von der Schwierigkeit, eine Zulassung für einen Krypto-Fonds von der US-Wertpapieraufsicht SEC zu bekommen, würde es Wiedman seinen Kunden schlichtweg nicht empfehlen, in Bitcoin längerfristig investiert zu sein.

Zudem sieht Wiedman nicht den Punkt, warum man einen ETF bräuchte, um in Bitcoin zu investieren. Schließlich sind laut Wiedman ETFs dazu bestimmt in Anlagen zu investieren, die sonst nur schwierig für den Einzelnen zugänglich sind. Dies wäre bei Bitcoin aber nicht der Fall, losgelöst von der Frage, ob Bitcoin erfolgreich sein wird oder eben nicht.


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Deutlich positiver äußert sich hingegen sein Vorgesetzter, der CEO von BlackRock, Larry Fink, zu Kryptowährungen. Er hält den Krypto-Markt gegenwärtig zwar für zu spekulativ, sieht langfristig aber gute Chancen für Kryptowährungen.

Die Chancen, dass BlackRock langfristig also doch Krypto-Produkte auf den Markt bringt, sind nicht schlecht. Schließlich möchte sich keine Anlagegesellschaft die Renditen entgehen lassen, die der Kryptosektor bringt. Zum anderen wird mit der Zeit der Druck immer größer werden, der Kundennachfrage nach Krypto-Assets nachzugeben, bevor die Kunden zu einem Konkurrenten abwandern.

Gegenwärtig ist es spannend zu beobachten wie sich die Finanzhäuser an der Wall Street zu Kryptowährungen äußern, von durchaus positiv (Goldman Sachs) bis hin zu sehr negativ (JPMorgan) ist alles dabei.

BTC-ECHO


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