Bitcoin aktuell 

Diese Bitcoin-Signale könnten die nächste Phase einleiten

Bitcoin zeigt eine erste Stabilisierung und macht Anlegern neue Hoffnung. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, worauf es jetzt wirklich ankommt.

Louis Blümlein
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Drei Bitcoin-Münzen stehen aufrecht vor einem bunt gefärbtem Chart als Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| Nach langer Seitwärtsphase meldet sich Bitcoin zurück

Bitcoin zeigt wieder Stärke und konnte zuletzt spürbar anziehen. Vor allem die verbesserte geopolitische Lage sorgte dafür, dass sich der Kurs am Freitag in Richtung 78.000 US-Dollar bewegte. Mehrere Kennzahlen zeigen aktuell klar, wo der Markt steht und wie sich die Dynamik zuletzt verändert hat.

Bitcoin wieder auf Niveau früherer Einstiegsphasen

Bitcoin bewegt sich aktuell in einem Bereich, der in der Vergangenheit oft attraktive Einstiegsniveaus markiert hat. Der Bitcoin Combined Market Index kombiniert Kennzahlen wie MVRV, NUPL, SOPR und die Marktstimmung und zeigt so die aktuelle Bewertung und das Marktverhalten. Ein zentraler Indikator für die Marktstimmung ist der Fear and Greed Index, der abbildet, ob der Markt eher vorsichtig oder risikofreudig agiert.

Aktuell liegt der BCMI im Bereich zwischen 0,2 und 0,3. Diese Zone fiel in früheren Zyklen immer wieder mit Phasen zusammen, in denen Bitcoin deutlich unterbewertet war. In solchen Phasen steigen vor allem langfristig orientierte Investoren ein, während kurzfristige Marktteilnehmer bereits aus dem Markt gedrängt werden. Die Daten zeigen, dass sich sowohl die realisierten Gewinne und Verluste als auch die Bewertung im Verhältnis zum realisierten Preis deutlich zurückgesetzt haben. Ein vergleichbares Niveau war zuletzt Anfang 2023 zu sehen.

Die längerfristige Durchschnittslinie des Index zeigt jedoch weiterhin nach unten. Der Verkaufsdruck lässt zwar nach, ist aber noch nicht vollständig verarbeitet. Eine stabile Trendwende setzt erst ein, wenn sich diese Bewegung klar beruhigt.

Erste Bitcoin-Erholung, aber der große Impuls fehlt

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der allgemeinen Marktumfeld. Der Bull Score Index, der Faktoren wie Nachfrage, Liquidität und Marktverhalten zusammenfasst, ist zuletzt auf rund 40 Punkte gestiegen. Damit erreicht er den höchsten Stand seit Oktober 2025. Auch hier hilft eine kurze Einordnung. Der Indikator misst, wie stark der Markt von Käufern getragen wird. Hohe Werte stehen für klare Aufwärtsphasen mit starker Nachfrage, während niedrige Werte eher auf Unsicherheit und Verkaufsdruck hindeuten.

Der aktuelle Bereich zeigt eine Verbesserung, aber noch keine klare Aufwärtsphase. Werte oberhalb von 60 stehen in der Regel für starke bullische Marktbedingungen. Der aktuelle Stand liegt darunter und signalisiert, dass sich der Markt zwar stabilisiert, aber noch keine echte Dynamik aufgebaut hat. Der Index bewegte sich in einer breiten Spanne, fiel zwischenzeitlich zurück und konnte sich erst zuletzt stabilisieren. Inzwischen gleichen sich Angebot und Nachfrage stärker aus.

Damit entsteht eine Phase, in der sich der Markt neu sortiert. Verkäufer verlieren an Einfluss, während Käufer noch nicht dominant auftreten. Diese Konstellation führt häufig zu längeren Seitwärtsbewegungen, bevor eine neue Richtung entsteht.

Neue Daten zeigen weniger Verkäufe

Aktuell fällt ein weiterer Trend auf: Die Anzahl größerer Bitcoin-Transfers auf Börsen geht deutlich zurück. Transaktionen ab einem Bitcoin stehen oft für potenzielle Verkäufe, da Investoren ihre Coins auf Handelsplattformen bringen. Sinkende Werte sprechen daher für eine geringere Verkaufsbereitschaft im Markt.

Auf großen Plattformen wie Binance liegt der monatliche Durchschnitt dieser Zuflüsse inzwischen bei rund 6.000 Bitcoin. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei über 15.000 Bitcoin. Global zeigt sich ein ähnliches Bild. Die entsprechenden Zuflüsse sind von rund 80.000 Bitcoin im Jahr 2018 auf etwa 27.500 Bitcoin gefallen.

Ein Teil dieser Entwicklung lässt sich durch den gestiegenen Bitcoin-Kurs erklären. Es ist deutlich schwieriger geworden, einen ganzen Bitcoin zu halten. Zudem hat sich der Zugang zum Markt verändert. Investoren haben heute mehr Möglichkeiten, indirekt in Bitcoin zu investieren, zum Beispiel über ETFs oder andere Finanzprodukte.

Immer mehr Anleger setzen auf langfristiges Halten statt auf kurzfristigen Handel. Dadurch gelangen weniger Coins auf Börsen und der Verkaufsdruck sinkt. Ein wachsender Teil des Angebots wird illiquide und steht dem Markt kurzfristig nicht zur Verfügung. Das verschiebt das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage weiter. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Bitcoin-Kurs davon nachhaltig profitieren kann.

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