Schlimmer geht immer – so lautet offenbar das Motto des Krypto-Marktes zum Start der ersten Augustwoche. Im Median verlor Bitcoin seit dem Jahr 2013 mehr als sieben Prozent in seinem schlechtesten Handelsmonat. Wie zur Bestätigung des bekannten Musters fällt der BTC-Kurs am heutigen Montagmorgen auf rund 62.700 US-Dollar und macht den Hoffnungen auf eine baldige Krypto-Erholungsrallye damit vorerst einen Strich durch die Rechnung. Auch die Top-Altcoins Ethereum und XRP müssen auf Tagessicht jeweils etwa ein Prozent abgeben und handeln nun bei 1.860 US-Dollar respektive 1,07 US-Dollar.
Als Auslöser der jüngsten Kurskorrektur gilt insbesondere die schwerwiegende Sicherheitslücke beim US-amerikanischen Hardware-Wallet-Hersteller Coldcard. Daten von Galaxy Research zeigen, dass Bitcoin-Sparern bereits 1.367 BTC im Wert von 88,6 Millionen US-Dollar aus 4.585 Wallet-Adressen gestohlen worden sind. Forschungsleiter Alex Thorn warnt derzeit vor einer vierten Angriffswelle, die erneut über 450 BTC betreffen könnte. Coldcard-Nutzer werden dazu aufgefordert, ihre Coins schnellstmöglich mit hohen Gebühren zu sicheren Wallets zu verschieben.
Krypto-Gesetz auf der Kippe
Auch von der regulatorischen Krypto-Front gibt es derzeit keine Unterstützung. Aus Sicht verschiedener demokratischer Politiker reichen die vorgesehenen Ethikvorgaben im neuen Clarity-Act-Entwurf nicht aus, um Interessenkonflikte wirksam zu verhindern. Dementsprechend liegt der Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des US-Krypto-Gesetzes noch 2026 auf Polymarket bei gerade einmal 29 Prozent. Zwar untersagt der Entwurf Amtsträgern und ihren Ehepartnern die Ausgabe oder Bewerbung digitaler Vermögenswerte, aber Familienmitglieder werden davon nicht erfasst, sodass die Trump-Söhne weiterhin ihren umstrittenen geschäftlichen Aktivitäten nachgehen könnten.
Wie der Fear-and-Greed-Punktestand von aktuell 24 bestätigt, hat die “Angst” den Krypto-Markt nach wie vor fest im Griff. Kurzfristig spricht nun wenig für eine nachhaltige Erholungsbewegung. Wer die Bitcoin-Kursentwicklung nicht nur bei der nächsten redaktionellen Analyse verfolgen möchte, findet im neuen BTC-ECHO Kursanalyse-Tool täglich automatisch generierte Updates zu Unterstützungen, Widerständen und möglichen Zielzonen.
