Binance: Start von Geschäft in Uganda

Binance: Start von Geschäft in Uganda

Kürzlich hat Binance, die nach Transaktionsvolumen größte Krypto-Börse, ihre Expansion nach Uganda angekündigt. Der Markteintritt erfolgt schrittweise. Der Start in Uganda ist Teil des angekündigten Expansionskurses der Krypto-Börse.

Binance goes Uganda – Schritt für Schritt: Seit dem 15. Oktober, dem Tag der Ankündigung, können Nutzer ihre Accounts verifizieren. Ab dem 17. Oktober sollen dann Einlagen in der nationalen Währung Uganda-Schilling (UGX), BTC und ETH möglich sein. Der Beginn des eigentlichen Handels (vorerst BTC/UGX und ETH/UGX) wurde noch nicht bekannt gegeben.

Geografische Arbitrage und dezentrale Börse

Die geografische Ausbreitung sorge für „geografische Arbitrage”,meint Arianna Simpson, Gründerin des Krypto-Hedgefonds Autonomous Partners. Das bedeutet, die Börse sucht sich die Standorte mit den besten regulatorischen Bedingungen. CEO Changpeng Zhao hat die Krypto-Börse in China 2017 gegründet. Als die chinesische Regierung alle Krypto-Börsen schloss, zog das Team nach Japan und später nach Singapur und Taiwan. Anfangs war Japan nach den USA der zweitgrößte Markt für die Krypto-Börse. Dies änderte sich, als Anfang dieses Jahres die zuständige Regulierungsbehörde eine Warnung gegen Binance aussprach, weil die Krypto-Börse in Japan ohne Lizenz operierte. In Reaktion auf die Warnung wanderte Binance in das krypto-freundliche Malta aus. Dieser Umzug legte einen wichtigen Meilenstein für die Produktexpansion der Krypto-Börse.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten begann Binance als reine Krypto-zu-Krypto-Plattform. Durch den Umzug nach Malta sollte sich das ändern. So kündigte die Börse im März an, in Verhandlungen mit maltesischen Banken zu stehen, um ein Fiat-Krypto-Handelspaar einzuführen. Die Beteiligung an der in Malta ansässigen „Blockchain-Bank” Founders Bank könnte Binance bei diesem Vorhaben zusätzlich nützlich sein.

Eine weitere, wichtige Produktentwicklung ist Binance Chain, eine dezentrale Börse. Im Juli verkündete Ethereums Mitgründer Vitalik Buterin, dass er hoffe, dass alle zentralisierten Börsen „in der Hölle schmoren“. In einem Statement wies Changpeng Zhao daraufhin auf die Wichtigkeit von Zentralisierung hin. Er lehne dezentrale Börsen jedoch nicht ab und halte sie für genauso wichtig wie zentralisierte. Im August ließ Changpeng Zhao dann den Worten Taten folgen und demonstrierte die erste Binance-Version einer dezentralen Börse.

Daneben betreibt die Krypto-Börse einen Investment-Fonds zur Finanzierung von Blockchain- und Krypto-Start-ups, hat in Libra Credit, einem Vergeber von Fiat- und Krypto-Krediten, investiert und ist sozial tätig. So spendet die Krypto-Börse etwa einen Teil ihrer Gebühren für gute Zwecke und fördert Entwicklungsländer.

Fazit

Binance hat in kurzer Zeit viel erreicht. Selbst falls die sozialen Aktivitäten wie Spenden auch dazu dienen, den Ruf von Krypto-Unternehmen zu verbessern, ist davon auszugehen, dass Binance keine reine Börse bleiben möchte. Möglicherweise schlägt Binance einen ähnlichen Weg wie die Konkurrenz von Coinbase ein: die Entwicklung eines Oligopols, wie in der Technologiebranche. Dort dominieren Google, Apple, Facebook und Amazon (GAFA). Von der Dezentralität bliebe dann nur die Technik.

BTC-ECHO

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