SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Wie am Freitag, dem 16. November bekannt wurde, haben sich zwei weitere ICOs nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) gehalten und eine formale Registrierung versäumt. Die ICOs Paragon und Airfox müssen daher ihre Investoren entschädigen und überdies eine Strafzahlung an die SEC entrichten.

ICOs sind in den USA ein heikles Thema. Denn obwohl es seit dem ICO-Hype im Jahr 2017 eine Vielzahl an neuen Projekten gab, ist die Regulierung durch die Börsenaufsicht alles andere als klar.


Dieser Umstand verdeutlicht sich in letzter Zeit an vielen Stellen. Denn wie BTC-ECHO bereits berichtete, ermittelt die SEC seit geraumer Zeit gegen eine ganze Reihe von ICOs. Dabei geht die Behörde der Frage nach, ob die Start-ups unerlaubterweise Securities (Wertpapiere) herausgegeben haben, ohne sie vorab zu registrieren.

Das Vorgehen der Börsenaufsicht fällt jetzt zwei weiteren ICOs auf die Füße: Paragon und Airfox. Wie die SEC berichtet, müssen die Start-ups alle Anleger, die dies wünschen, entschädigen. Da die beiden ICOs zusammengenommen über 27 Millionen US-Dollar eingenommen haben, dürften die Entschädigungszahlungen die Unternehmen vor finanzielle Probleme stellen.

SEC: ICOs sind Securities

Konkret geht es abermals um die alte Leier. Wie die SEC in letzter Zeit regelmäßig bekräftigt, handelt es sich bei Token Sales zweifelsfrei um Securities im Sinne des Securities Exchange Act von 1934. Diese Einordnung hat zur Folge, dass die Start-ups die Token Sales auch als solche bei der Behörde anmelden müssen.


Dies haben Paragon und Airfox verschlafen. Aufgrund dessen, so die SEC, „hätten Anleger nicht die Art Informationen erhalten, die ihnen bei korrekter Handhabung zugestanden hätte“. Diese Irreführung rechtfertige sodann die Strafe.

Paragon gibt sich indes geläutert. Sie sichern der Börsenaufsicht vollständige Kooperation zur Aufklärung der Sachlage zu. Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles zeigt sich sogar zuversichtlich, dass die Einigung mit der SEC eine Art Neubeginn bedeutet:

„Paragon schreibt Geschichte! Wir freuen uns, einen wichtigen Vergleich bekannt zu geben, an dem wir seit über einem Jahr arbeiten – eine sehr positive Vereinbarung mit der U.S. Securities and Exchange Commission, die die Zweifel an der Rechtsstellung unserer PRG-Token beseitigen wird“,

so Paragon-CEO VerSteeg. Die Lösung, auf die VerSteeg anspielt, beinhaltet die regelkonforme Registrierung des PRG-Token bei der Börsenaufsicht. Ob dies die Zweifel der Investoren vollständig ausräumen kann, scheint allerdings zweifelhaft.

Rundumschlag gegen ICOs und Exchanges

Seit Beginn dieses Jahres hat die SEC hunderte ICOs im Visier. Dabei geht es immer um den Vorwurf der versäumten Registrierung als Security.

Derweil geraten auch Exchanges ins Fadenkreuz der Behörde. Der jüngste Fall betrifft die dezentrale Exchange EtherDelta. Wie BTC-ECHO berichtete, verurteilte die SEC den Gründer der Börse, Zachary Coburnzu einer Geldstrafe in Höhe von 388.000 US-Dollar. Die Begründung dafür liefert das jüngste SEC-Statement gleich mit:

„Die Kommission [SEC] stellte fest, dass die Aktivitäten von EtherDelta eindeutig unter die Definition einer Exchange fielen und dass der Gründer von EtherDelta zu verantworten habe, dass die Plattform nicht als nationale Wertpapierbörse […] registriert wurde.“

Die Compliance mit den US-Börsengesetzen scheint also alternativlos. Denn mehr denn je beweist die SEC in diesem Jahr ihre Entschlossenheit, gegen rechtswidrige Projekte vorzugehen.

BTC-ECHO


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