SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen

Quelle: sutterstock

SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen

Wie am Freitag, dem 16. November bekannt wurde, haben sich zwei weitere ICOs nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) gehalten und eine formale Registrierung versäumt. Die ICOs Paragon und Airfox müssen daher ihre Investoren entschädigen und überdies eine Strafzahlung an die SEC entrichten.

ICOs sind in den USA ein heikles Thema. Denn obwohl es seit dem ICO-Hype im Jahr 2017 eine Vielzahl an neuen Projekten gab, ist die Regulierung durch die Börsenaufsicht alles andere als klar.

Dieser Umstand verdeutlicht sich in letzter Zeit an vielen Stellen. Denn wie BTC-ECHO bereits berichtete, ermittelt die SEC seit geraumer Zeit gegen eine ganze Reihe von ICOs. Dabei geht die Behörde der Frage nach, ob die Start-ups unerlaubterweise Securities (Wertpapiere) herausgegeben haben, ohne sie vorab zu registrieren.

Das Vorgehen der Börsenaufsicht fällt jetzt zwei weiteren ICOs auf die Füße: Paragon und Airfox. Wie die SEC berichtet, müssen die Start-ups alle Anleger, die dies wünschen, entschädigen. Da die beiden ICOs zusammengenommen über 27 Millionen US-Dollar eingenommen haben, dürften die Entschädigungszahlungen die Unternehmen vor finanzielle Probleme stellen.

SEC: ICOs sind Securities


SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Konkret geht es abermals um die alte Leier. Wie die SEC in letzter Zeit regelmäßig bekräftigt, handelt es sich bei Token Sales zweifelsfrei um Securities im Sinne des Securities Exchange Act von 1934. Diese Einordnung hat zur Folge, dass die Start-ups die Token Sales auch als solche bei der Behörde anmelden müssen.

Dies haben Paragon und Airfox verschlafen. Aufgrund dessen, so die SEC, „hätten Anleger nicht die Art Informationen erhalten, die ihnen bei korrekter Handhabung zugestanden hätte“. Diese Irreführung rechtfertige sodann die Strafe.

Paragon gibt sich indes geläutert. Sie sichern der Börsenaufsicht vollständige Kooperation zur Aufklärung der Sachlage zu. Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles zeigt sich sogar zuversichtlich, dass die Einigung mit der SEC eine Art Neubeginn bedeutet:

„Paragon schreibt Geschichte! Wir freuen uns, einen wichtigen Vergleich bekannt zu geben, an dem wir seit über einem Jahr arbeiten – eine sehr positive Vereinbarung mit der U.S. Securities and Exchange Commission, die die Zweifel an der Rechtsstellung unserer PRG-Token beseitigen wird“,

so Paragon-CEO VerSteeg. Die Lösung, auf die VerSteeg anspielt, beinhaltet die regelkonforme Registrierung des PRG-Token bei der Börsenaufsicht. Ob dies die Zweifel der Investoren vollständig ausräumen kann, scheint allerdings zweifelhaft.

Rundumschlag gegen ICOs und Exchanges

Seit Beginn dieses Jahres hat die SEC hunderte ICOs im Visier. Dabei geht es immer um den Vorwurf der versäumten Registrierung als Security.

Derweil geraten auch Exchanges ins Fadenkreuz der Behörde. Der jüngste Fall betrifft die dezentrale Exchange EtherDelta. Wie BTC-ECHO berichtete, verurteilte die SEC den Gründer der Börse, Zachary Coburnzu einer Geldstrafe in Höhe von 388.000 US-Dollar. Die Begründung dafür liefert das jüngste SEC-Statement gleich mit:

„Die Kommission [SEC] stellte fest, dass die Aktivitäten von EtherDelta eindeutig unter die Definition einer Exchange fielen und dass der Gründer von EtherDelta zu verantworten habe, dass die Plattform nicht als nationale Wertpapierbörse […] registriert wurde.“

Die Compliance mit den US-Börsengesetzen scheint also alternativlos. Denn mehr denn je beweist die SEC in diesem Jahr ihre Entschlossenheit, gegen rechtswidrige Projekte vorzugehen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Kommando zurück: Libra verzichtet auf Währungskorb
Regulierung

Insider deuten einen Strategiewechsel bei Libra an: Offenbar gibt es nun konkrete Überlegungen, mehrere Varianten des geplanten Facebook Coins einzuführen. Bislang war der Plan, Libra durch einen Währungskorb zu decken. Nun verfolgen die Urheber einen weniger globalen Ansatz.

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Behörden am Steuer: Mehr Abgaben bei Bitcoin-Geschäften
Regulierung

Washington könnte Bitcoin bald salonfähig machen, während Malaysia Krypto-Börsen die Daumenschrauben anlegt und Südkorea künftig Kryptowährungen wie Lotto besteuert. Ebenso wie Indien zügelt Russland derweil den unkontrollierten Krypto-Markt, wohingegen England das Brennglas auf Krypto-Aktivitäten richtet. Das Regulierungs-ECHO

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Blockchain Association: Krypto-Arbeitsmarkt benötigt Regularien
Insights

Die Industrie der Digital Assets hat sich in den letzten Jahren zunehmend professionalisiert. Ein Bericht der Blockchain Association zeigt: Der Markt wächst, aber die Länder müssen Regularien schaffen, wollen sie eine Trendwende nicht verpassen.

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Kommando zurück: Libra verzichtet auf Währungskorb
Regulierung

Insider deuten einen Strategiewechsel bei Libra an: Offenbar gibt es nun konkrete Überlegungen, mehrere Varianten des geplanten Facebook Coins einzuführen. Bislang war der Plan, Libra durch einen Währungskorb zu decken. Nun verfolgen die Urheber einen weniger globalen Ansatz.

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Mehrheit der Top-100-Altcoins folgt Bitcoin-Korrektur, Ripple-Kurs (XRP) schwächelt
Kursanalyse

Der Altcoin-Markt legt in der vierten Kalenderwoche in diesem Jahr eine temporäre Verschnaufpause ein. Die überwiegende Mehrheit der Altcoins korrigiert in Richtung der Ausbruchsniveaus in 2020.

sec, SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Bitcoin Gold Opfer einer 51-Prozent-Attacke
Sicherheit

Die Bitcoin-Fork Bitcoin Gold wurde Opfer einer 51-Prozent-Attacke. In der damit zusammenhängenden Chain Reorganisation sind 72.000 US-Dollar doppelt transferiert wurden. Ein Beispiel für die Grenzen von ASIC Resistance?

Angesagt

Bitcoin-Cash-Kurs zieht an – Grüne Altcoin-Welle
Märkte

Der Bitcoin-Cash-Kurs (BCH) konnte in den vergangenen 24 Stunden rund 15 Prozent an Stärke gewinnen. Auch Ethereum-Kurs, Bitcoin-SV-Kurs, Dash-Kurs und IOTA-Kurs freuen sich über Gewinne. Zudem ist der Bitcoin-Kurs (BTC) kurzfristig im Plus.

Eine Blockchain für alle: Weltwirtschaftsforum lanciert universelle Plattform für Lieferprozesse
Blockchain

Während einzelne Unternehmen eigene Blockchain-Plattformen zur digitalen Rückverfolgung nutzen, möchte das Weltwirtschaftsforum eine umfassende Version für Produzenten und Kunden aufbauen.

Behörden am Steuer: Mehr Abgaben bei Bitcoin-Geschäften
Regulierung

Washington könnte Bitcoin bald salonfähig machen, während Malaysia Krypto-Börsen die Daumenschrauben anlegt und Südkorea künftig Kryptowährungen wie Lotto besteuert. Ebenso wie Indien zügelt Russland derweil den unkontrollierten Krypto-Markt, wohingegen England das Brennglas auf Krypto-Aktivitäten richtet. Das Regulierungs-ECHO

Elon Musk: Bitcoin & Co. sind „effektiver Bargeldersatz“
Szene

Elon Musk philosophiert über den Sinn und Zweck von Kryptowährungen, Peter Schiff verschlampt seine „geliebten“ Bitcoin und Ripple-Chef Garlinghouse sieht Börsengänge von Krypto-Unternehmen bald an der Tagesordnung. Das Meinungs-ECHO.