Ripple will Indien erobern – ohne XRP Airdrop

Ripple will Indien erobern – ohne XRP Airdrop

Das Blockchain-Protokoll Ripple will den XRP zu Indiens dominierender Kryptowährung machen. Das Ziel: 50 Prozent des indischen Finanzsektors übernehmen. Entgegen kursierender Gerüchte hat das Unternehmen jedoch nicht vor, XRP zu verschenken – hierbei handelte es sich lediglich um eine Idee des Ripple-Vizepräsident Birla.

Das speziell auf Banken spezialisierte Blockchain-Protokoll Ripple setzt auf Zahlungen mit niedrigen Gebühren, abgewickelt mit effizienten Systemen. Damit XRP die Einführung in Indien bewältigen kann, hat das Unternehmen verschiedene Methoden in Betracht gezogen.

Bei der Fintech-Konferenz über Skalierung und digitale Störungen sagte der Vizepräsident Asheesh Birla:

„Das Unternehmen hat vor, die Adaptionsrate von Bitcoin zu überschreiten, um sicherzustellen, das XRP die dominierende Kryptowährung in Indien wird.“

Das National Intelligence Council (NIC) stellte eine Prognose für 2030 auf. In dieser heißt es, dass Indien sich bis 2030 zu einer Wirtschaftsmacht entwickelt, die mit dem heutigen China vergleichbar ist.

Wie wird XRP am besten in die Bevölkerung integriert?

„Wir haben uns schon früh mit Indien und den 2 Milliarden Menschen beschäftigt – einem riesigen Markt. Da stellte sich die Frage: Wie bekommen wir 2 Milliarden Menschen zu Ripple? Sollen wir einfach so XRP an die Leute verschenken? Das war eine Idee.“

so Birla.

Bei so einer gewaltigen Menge handelt es sich jedoch offenbar um die weniger wirtschaftliche Variante – man schaut sich aktuell also nach anderen Lösungen um. Um die XRP kostengünstiger und effizienter auf die Bevölkerung zu verteilen, plante Ripple zunächst Partnerschaften mit den größten Banken des Landes. Demnach kam man von der Idee, die XRP zu verschenken, wieder ab:

„Wenn wir die Top drei Banken in Indien mit Ripple kombinieren, nehmen wir 80 Prozent des Marktes ein. Wenn in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Menschen in Indien Zugang zu Banken bekommen werden, dann spielen dabei jedoch auch Mobiltelefone eine Rolle. Also visieren wir Mobilfunkanbieter an und kommen so auf schätzungsweise 50 Prozent Marktanteil“,

führt der Birla weiter aus.

Wenn dieser Plan erfolgreich gelingt und Ripple genug Menschen in das blockchainbasierte Netzwerk integriert, werden weitere Schritte folgen. Birla will mit dem Einfluss von Ripple auf die Menschen in Indien zukünftig große Banken davon überzeugen, Überweisungen nach Indien via Ripple zu tätigen. Die Aussage Birlas, XRP zu verschenken, führte im medialen Echo teilweise zu Missverständnissen.

BTC-ECHO

Über Kai Baum

Kai BaumKai Baum entwickelte bereits in seinen jungen Jahren ein hohes Maß an Interesse für neue Technologien. Nach dem Abitur lernte er die Blockchain-Technologie kennen und ist seitdem auf der ganzen Welt unterwegs, um möglichst viele Krypto-Projekte kennen zu lernen.

Ähnliche Artikel

Chinas Zensurbehörde CAC will Blockchain-Unternehmen regulieren

Wie am vergangenen Freitag, den 19.10.2018, bekannt wurde, plant die “Cyberspace Administration of China” (CAC) neue Regulierungsentwürfe für Blockchain-Unternehmen. Die Behörde erhofft sich so eine größere Kontrolle über den dezentralen Sektor. Chinas oberste Internetbehörde will Unternehmen im Blockchainbereich stärker regulieren. Am Freitag veröffentlichte die CAC die “Verordnung zur Verwaltung von Blockchain-Informationsdiensten” über ihren offiziellen Web-Auftritt. […]

Ethereum-Mining: Die umweltschonende Variante aus Island

Es ist so simpel wie genial: Eine Mathelehrerin aus Island nutzt überschüssige Energie von Farmern zum Ethereum-Mining. Die Isländerin Hannesdóttir kauft den Landwirten ihren überschüssigen Strom ab und betreibt damit Mining-Anlagen, meist sogar in den Räumen der Bauern selbst. Die Mining-Rigs wiederum heizen die Gebäude auf, wodurch die Landwirte Heizkosten sparen. Es ist eine Win-Win-Win-Situation. […]

Tether Limited: Macht sich das Unternehmen aus dem Staub?

Tether Limited, das Unternehmen hinter dem Stable Coin USDT scheint sich langsam aufzulösen – zumindest sprechen dafür einige Bewegungen auf ihrem Konto. Um zu verstehen, was da gerade passiert, muss man zwei Dinge verstehen: das Omni-Protokoll und Arbitrage. Über den (vermeintlichen) Stable Coin Tether wurde in letzter Zeit häufig debattiert. Die aktuellste Vermutung: Das Unternehmen […]

Trade.io: TIO im Wert von 7,8 Millionen US-Dollar aus Cold Storage entwendet

Die Plattform Trade.io registrierte am vergangenen Sonntag, dem 21. Oktober, ungewöhnliche Kontobewegungen auf ihrer Firmen-Wallet. Nach kurzer Zeit ist klar: Die Schweizer Firma ist Opfer eines Hacks geworden. Unbekannte entwendeten dabei 50 Millionen Einheiten des ERC-20-Token TIO. Das entspricht einem Fiatgegenwert von etwa 7,8 Millionen US-Dollar. Krypto-Börsen sind nicht vor Hacks gefeit. Diese Erkenntnis ist […]