Anzeige
Regulierungs-ECHO KW37 – IWF gegen Krypto-Adaption

Quelle: shutterstock

Regulierungs-ECHO KW37 – IWF gegen Krypto-Adaption

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In unserem Regulierungs-ECHO blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Mexiko: Zentralbank kündigt strengere Regeln für Kryptobörsen an

In Mexiko müssen Kryptobörsen und Banken, die Kryptodienstleistungen anbieten, sich künftig eine Erlaubnis von der Banco de Mexico – kurz Banxico, einholen. So ließ die mexikanische Regierung verlauten, dass die Zentralbank künftig für die Kontrolle aller Kryptogeschäfte verantwortlich ist. Um eine entsprechende Erlaubnis der Banxico zu erhalten, müssen die Krypto-Unternehmen einen Businessplan vorlegen, in dem sie aufzeigen, welche Dienstleistung sie anbieten und wie sie die Identität ihrer Kunden verifizieren wollen.

USA: Krypto-Unternehmen gründen Lobby-Gruppe

In der US-amerikanischen Bundeshauptstadt Washington D.C. haben sich mehrere US-amerikanische Krypto-Unternehmen zusammengefunden, um eine Interessenvertretung zu gründen. Zu der Gruppe angehender Lobbyisten gehören unter anderem Coinbase, Circle, Digital Currency Group, Polychain Capital und Protocol Labs. Ziel der Gruppe ist es, das Verständnis für die Blockchain beim Gesetzgeber zu vertiefen. Außerdem wollen sie Hürden zwischen der Kryptoszene und der Politik abbauen.

Südkorea: Befragung von Krypto-Start-ups zu ICOs

Die Regierungsbehörden in Südkorea führen eine groß angelegte Untersuchung zu Initial Coin Offerings in dem Land durch. Dazu nehmen sie unter anderem auch Kontakt zu lokalen Kryptobörsen und Handelsplätzen auf. Diese werden im Rahmen der Untersuchung gebeten, an der breit gefächerten Befragung mit insgesamt 52 Fragen teilzunehmen. Vonseiten der Börsen ist Vorsicht geboten – da ICOs in Südkorea verboten sind, könnte es bei Verfehlungen zu Bestrafungen der Börsen kommen.

China: Regierung blockiert die WeChat-Accounts von Krypto-Unternehmen

Die Regierung blockt immer mehr Accounts von Krypto-Unternehmen bei der Messaging-App WeChat. Unter den gesperrten Kanälen sind mindestens acht Nachrichtenseiten zu Kryptowährungen und zudem ein Kanal des Mining-Giganten Bitmain. Laut offizieller Stelle von Tencent – dem Mutterkonzern der Messaging-App – würden die gesperrten Kanäle gegen „nationale Interessen“ und „öffentliche Anweisungen“ verstoßen.

Japan: Finanzmarktaufsicht baut Kryptoteam aus

Die japanische Financial Services Agency (FSA) wählt das Personal, das für die Überwachung von Krypto-Aktivitäten zuständig ist, noch einmal aus. Damit will die Behörde dem Umstand Rechnung tragen, dass sich immer mehr Blockchain-Unternehmen für die notwendige Lizenzierung durch die Aufsichtsbehörde bewerben. So hat die FSA bisher 16 Fälle konkret prüfen können, während außerdem noch 160 auf eine Bearbeitung warten.

Russland: Putin-Pressesprecher spricht sich gegen Kryptowährungen aus

Russland ist nicht bereit für die Ausgabe und den Umlauf von Kryptowährungen. Mit dieser Aussage machte unlängst Dmitry Peskov, der Pressesprecher des russischen Präsidenrten Vladimir Putin, auf sich aufmerksam. Wie lokale Medien berichten, hebt er hervor, dass Russland bisher nicht rechtlich gegen Kryptowährungen vorgegangen sei. Vielmehr sehe er es als Aufgabe, die Bevölkerung vor möglichen Risiken zu warnen.

VAE: Gesetz zur ICO-Regulierung beschlossen

Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate hat in der vergangenen Woche ein Gesetz zur Regulierung von Initial Coin Offerings beschlossen. Wie lokale Medien berichten, steckt der Plan dahinter, ein noch attraktiverer Standort für FinTechs zu werden. Mit der Regulierung soll es Unternehmen vereinfacht werden, unter klaren Regeln Kryptoprojekte zu starten und ICOs durchzuführen.

Marshallinseln: IWF warnt vor der Anerkennung von Kryptowährungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Regierung der Marshallinseln davor gewarnt, eine Kryptowährung als zweites gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen. Wie aus einer Pressemitteilung des IWFs hervorgeht, riskiere der Inselstaat damit seine finanzielle Integrität sowie die Beziehungen zu ausländischen Banken. Weiterhin könnten die Kontakte der Inseln zu Banken, die den US-Dollar nutzen, unter der Kryptofreundlichkeit leiden.

BTC-ECHO

Du bist ein Blockchain- oder Krypto-Investor?: Der digitale Kryptokompass ist der erste Börsenbrief für digitale Währungen und liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Jetzt kostenlos testen

Anzeige

Ähnliche Artikel

Schweiz: Nationalrat fordert Regulierung von Kryptowährungen
Schweiz: Nationalrat fordert Regulierung von Kryptowährungen
Krypto

Der Schweizer Nationalrat möchte Bitcoin & Co. strenger regulieren. Einen entsprechenden Antrag des liberalen Giovanni Merlini verabschiedete der Nationalrat am 20.

Brexit verschreckt Finanztalent – Auch Blockchain-Unternehmen leiden
Brexit verschreckt Finanztalent – Auch Blockchain-Unternehmen leiden
Regierungen

Immer mehr Absolventen entscheiden sich gegen eine Karriere im britischen Finanzzentrum London.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Bitmain in Bullenstimmung: 200.000 neue Miner in China geplant
    Bitmain in Bullenstimmung: 200.000 neue Miner in China geplant
    Mining

    Mining-Gigant Bitmain plant Quellen zufolge große Investitionen im chinesischen Sichuan.

    Cryptopia meldet sich zurück – Die Bitcoin-Börse nimmt den Handel nach Hackerangriff wieder auf
    Cryptopia meldet sich zurück – Die Bitcoin-Börse nimmt den Handel nach Hackerangriff wieder auf
    Invest

    Die neuseeländische Bitcoin-Börse Cryptopia gab die Wiedereröffnung ihrer Handelsplattform bekannt.

    Crypto-Conference.Com: Blockchain-Konferenz in Berlin
    Crypto-Conference.Com: Blockchain-Konferenz in Berlin
    Krypto

    In wenigen Tagen startet die C³ Crypto Conference in Berlin, das Highlight der Berlin Blockchain Week 2019.

    Sirin Labs und MEW integrieren Ether-Wallet in Finney-Smartphone
    Sirin Labs und MEW integrieren Ether-Wallet in Finney-Smartphone
    Blockchain

    Das Blockchain-Start-up Sirin Labs arbeitet in Zukunft mit MyEtherWallet (MEW) daran, sein Smartphone Finney mit der Ether-Wallet auszustatten.

    Angesagt

    Ist das die sicherste Bitcoin-Wallet der Welt?
    Krypto

    Chronische HODLer und alle anderen, die in stetiger Sorge auf ihre digitalen Ersparnisse schielen, dürfen sich freuen: Die neueste Version der bekannten GreenAdress-Bitcoin-Mobile-Wallet verspricht noch mehr Sicherheit als das Vorgänger-Modell, das ja auch keinen schlechten Ruf hatte.

    So verändert die Tokenisierung unser Finanzwesen und nicht zuletzt unser Leben
    Kommentar

    Der Begriff Tokenisierung ist aufgrund seiner Abstraktheit nur schwer zu fassen.

    Fundraising gegen Nordkorea mit ERC-721 Token
    Blockchain

    Die nordkoreanische Dissidentengruppe Cheollima Civil Defense (kurz: CCD) geht mit einem Visum per ERC-721 Token in die Offensive.

    Nvidia erwartet Bullenmarkt für Kryptowährungen
    Mining

    Aufbruchstimmung bei Nvidia: Der Grafikkartenhersteller blickt zuversichtlich in die Krypto-Zukunft und erwartet langfristig einen Bullenmarkt.

    Anzeige
    ×