Bukele gibt nicht nach El Salvador holt nach IWF-Kritik zum Gegenschlag aus

El Salvadors Finanzminister Alejandro Zelaya hat in einem Interview auf die jüngsten Forderungen des Internationalen Währungsfonds reagiert. An eine Kursänderung sei nicht zu denken.

Christian Stede
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Chivo Automat El Salvador

Beitragsbild: Picture Alliance

| Ein Soldat steht neben einem Chivo-Automaten in El Salvador, 2021.

Erst vor kurzem hatte BTC-ECHO darüber berichtet, dass der internationale Währungsfonds (IWF) harsche Kritik an der Bitcoin-Politik El Salvadors äußerte. Dies lässt der dortige Finanzminister nicht auf sich sitzen. Vielmehr hat er unlängst in einem Interview mit dem Sender Canal 21 zum Gegenschlag ausgeholt. Alejandro Zelaya erklärte darin laut Medienberichten, überhaupt nicht daran zu denken, von der bisherigen Strategie abzurücken. Er sagte, dass keine internationale Organisation El Salvador zu irgendetwas zwingen werde. Er betrachtete die Forderung des IWF als einen klaren Affront gegen die Unabhängigkeit des Landes. Zelaya fügte hinzu, dass es logisch sei, dass der IWF auf die Verschuldung des Staates hinweise. Denn es habe in der Vergangenheit Situationen gegeben, in denen Fragen des Staatshaushaltes nicht mit dem notwendigen Eifer angegangen wurden.

IWF hegt Zweifel an Zahlungsfähigkeit El Salvadors

Der IWF empfahl vergangene Woche, dass El Salvador den Treuhandfonds in Höhe von 150 Millionen Dollar auflösen solle, der bei der Einführung der Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel eingerichtet wurde. Alle nicht verwendeten Mittel sollen zurück an die Staatskasse fließen. Die Organisation führte Bedenken über die Volatilität der Bitcoin-Preise und die Möglichkeit an, dass Kriminelle die Kryptowährung nutzen. 

Zelaya entgegnete, El Salvador habe alle Vorschriften für Finanztransaktionen und Geldwäsche eingehalten. Der Treuhandfonds sollte den automatischen Umtausch von Bitcoin in US-Dollar ermöglichen. Damit sollte vor allem die Skepsis der Menschen zerstreut werden, die Bitcoin aufgrund seiner Volatilität ablehnen. Der US-Dollar ist derzeit die andere offizielle Währung El Salvadors. 

Es besteht kein Risiko eines Zahlungsausfalls im Land. El Salvador hat alle seine internationalen und nationalen Schuldenverpflichtungen stets erfüllt und wird dies auch weiterhin tun

, erklärte der Finanzminister zur Lage des Landes. El Salvador und der IWF verhandeln seit Monaten über ein Darlehen in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar.

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