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Internationaler Währungsfonds IWF erhöht den Druck auf El Salvador

In einem Report des Internationalen Währungsfonds (IWF) drängt dieser El Salvador dazu, Bitcoin als Landeswährung wieder abzuschaffen.

Christian Stede
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El Salvador Präsident Bukele

Beitragsbild: Picture Alliance

| El Salvadors Präsident Nayib Bukele

Glaubt man den nahezu täglich von El Salvadors Präsident Bukele veröffentlichten Tweets, war die Einführung von Bitcoin in seinem Land als offizielles Zahlungsmittel ein voller Erfolg – ungeachtet der schlechten Performance des BTC-Kurses seit einiger Zeit. Erst am Freitag twitterte der Präsident, dass er zusätzliche 15 Millionen Dollar für “wirklich günstige” Bitcoin ausgegeben habe, während der Kryptomarkt nachließ. Doch der Internationale Währungsfonds (IWF) ist da gänzlich anderer Meinung. Er drängt El Salvador sogar dazu, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel wieder abzuschaffen. Dies geht aus einer am gestrigen Dienstag veröffentlichten Erklärung hervor. Die Direktoren des IWF betonen darin, dass 

mit der Verwendung von Bitcoin große Risiken für die finanzielle Stabilität, die finanzielle Integrität und den Verbraucherschutz sowie die damit verbundenen fiskalischen Eventualverbindlichkeiten verbunden sind.

Der Bericht wurde nach bilateralen Gesprächen mit El Salvador veröffentlicht. Er fordert die Behörden auf, den Geltungsbereich des Bitcoin-Gesetzes einzuschränken.

Bukele plant milliardenschweren “Bitcoin Bond”

Die IWF-Direktoren sind besorgt über die mit der Emission von Bitcoin-Anleihen verbundenen Risiken. Präsident Bukele plant nämlich, in Zusammenarbeit mit Blockstream eine “Bitcoin Bond” über eine Milliarde US-Dollar aufzunehmen. Allerdings sieht der IWF-Report auch Positives am Bitcoin-Gesetz:

Die Direktoren waren sich einig, dass es wichtig ist, die finanzielle Eingliederung zu fördern, und stellten fest, dass digitale Zahlungsmittel – wie die elektronische Geldbörse Chivo – diese Rolle spielen könnten. Sie betonten jedoch die Notwendigkeit einer strengen Regulierung und Überwachung des neuen Ökosystems von Chivo und Bitcoin.

Die Chivo-Wallet hat aber auch ihre Schattenseiten. Viele Salvadorianer haben von Fällen von Identitätsdiebstahl berichtet, bei denen Hacker ihre nationale Identitätsnummer benutzten, um ein Chivo-Wallet zu eröffnen. Damit erhielten sie die von der Regierung als Anreiz für die Eröffnung eines digitalen Wallets angebotenen kostenlosen Bitcoin im Wert von 30 US-Dollar. Die Position des IWF ist für El Salvador alles andere als unbedeutend. Denn das Land versucht seit Anfang 2021, ein Darlehen des IWF in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar zu erhalten. Aufgrund der Meinungsverschiedenheiten scheint dies nun in weite Ferne gerückt. 

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