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Regulierungs-ECHO IWF und Fed untersuchen den Bitcoin-Markt

Der IWF und die US-Notenbank Fed arbeiten an jeweils eigenen Krypto-Berichten. Politische Geschehnisse wirkten sich weiterhin auch vergangene Woche weltweit auf das Bitcoin-Mining aus – das Regulierungs-ECHO.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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IWF

Beitragsbild: Shutterstock

IWF sieht Aktienmarkt durch Bitcoin bedroht

Hochkarätige Analyst:innen des Internationlen Währungsfonds (IWF) haben zum 11. Januar eine neuerliche Gefahreneinschätzung für Kryptowährungen veröffentlicht. In den als Blogpost veröffentlichten Untersuchungsergebnissen argumentieren die drei Autor:innen, dass Bitcoin, Ether und andere digitale Assets in ihrer Kursentwicklung zunehmend mit dem herkömmlichen Aktienmarkt korrelieren. Dieser Verflechtungsprozess habe demnach erst im Zuge der Corona-Pandemie eingesetzt. Der IWF diagnostiziert deshalb nun die Gefahr einer gegenseitigen Einflussnahme beider Asset-Kategorien. Der Vorteil von Bitcoin als einem alternativen Wertspeicher zum traditionellen Finanzmarkt würde so schwinden. Gleichsam steigt aber auch das Risiko, dass Stimmungen von Anleger:innen und damit auch die volatilen Preisschwankungen des Krypto-Marktes auf das Geschäft mit herkömmlichen Wertpapieren überschwappen. In letzter Instanz entstehe so eine Bedrohungslage für die gesamtwirtschaftliche Finanzstabilität. Nach Meinung des IWF müssen deshalb klare und globale Regeln für den Krypto-Markt Abhilfe schaffen.

US-Zentralbank verspricht bald Krypto-Bericht

Während sich der IWF mit der globalen Krypto-Frage herumschlägt, saß auch die US-Zentralbank Federel Reserve (Fed) nicht Däumchen drehend in der Ecke. Stattdessen gab ihr Vorsitzender Jerome Powell am 11. Januar gegenüber dem US-Senat zu verstehen, dass sein Haus „innerhalb weniger Wochen“ einen eigenen Krypto-Bericht veröffentlichen wird. Das heißersehnte Dokument wird indessen wohl nicht alle in Washington erhofften Antworten enthalten. Denn Powell erklärte, dass es noch viele offene Fragen gibt. Derart soll der Bericht wohl den Ausgangspunkt einer öffentlichen Debatte bilden. Expert:innen gehen weiterhin davon aus, dass nicht Bitcoin und Co, sondern die Möglichkeit einer digitalen Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) im Zentrum des Berichts der Fed stehen wird.

China sucht nach NFT-Sonderweg

Transaktionen mit Bitcoin und vergleichbaren Kryptowährungen sind im Reich der Mitte untersagt. Auf die Vorteile von NFTs verzichten will China augenscheinlich dennoch nicht. Denn laut Medienberichten plant das chinesische Blockchain Service Network (BSN) mit Unterstützung der Regierung in Peking den Start einer eigenen NFT-Infrastruktur. Der Schritt zielt darauf ab, einen eigenen NFT-Markt einzurichten, der allerdings nur den chinesischen Yuan als Zahlungsmittel anerkennt. Über 20 Partner sind an dem Projekt beteiligt.

Iran legalisiert Bitcoin für den Außenhandel

Aufgrund von internationalen Sanktionen ist der Iran weitestgehend vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Um den Außenhandel dennoch am Laufen zu halten, hat sich das Regime im Teheran dazu entschieden, Krypto-Zahlungen für den internationalen Zahlungsverkehr zuzulassen. Dem war die letzten Jahre ein wechselhafter Regulierungskurs im Bezug auf Kryptowährungen und Bitcoin-Mining vorausgegangen. Ein bestehendes Mining-Verbot hob die staatliche Stromerzeugungsgesellschaft erst im September 2021 auf. Bereits in den nächsten zwei Wochen könnte im Iran nun der Startschuss für Krypto-Geschäfte fallen.

Kosovo greift gegen BTC-Miner durch

Während das Bitcoin-Schürfen im Iran seit September wieder rechtens ist, erleben Kosovos Krypto-Miner momentan schwere Tage. Da der Balkanstaat von einer akuten Energiekrise heimgesucht ist, hatte die kosovarische Regierung das Mining zum Jahresanfang untersagt. All jene Schürfoperationen, die sich von dem Verbot nicht angesprochen fühlten, bekommen nun die harte Hand des Gesetzes zu spüren. Allein am 8. Januar beschlagnahmte die Polizei 300 Mining-Geräte. Nachdem im Dezember ein für die Energieversorgung essenzielles Braunkohlekraftwerk ausgefallen war, verfügte die Regierung für zwei Monate den Katastrophenfall.

Kasachstans Bitcoin-Miner kehren ans Netz zurück

Entspannungszeichen ereilen derweil die Mining-Community in Kasachstan. Nachdem es im zentralasiatischen Staat zu gewaltsamen Unruhen gekommen war, nahm der staatliche Internet-Provider das Land streckenweise vom Netz. Zwischenzeitig sorgte die kasachische Regierung unter Einsatz von massiver Gewalt und mit russischer Hilfe wieder für Ordnung im Land. Auch das Internet ist derart wieder verfügbar. Der Vorsitzende der National Association of Blockchain and Data Centers Industry in Kasachstan gab am Donnerstag deshalb zu verstehen, dass 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Hash Rate wieder erreicht seien. Auch vor den Unruhen kam es in Kasachstan allerdings zu Energieengpässen. Dies hatte negativen Einfluss auf die heimische Mining-Industrie, die im vergangenen Jahr deutlich gewachsen ist. Im globalen Bitcoin Hash Rate Ranking belegt das Land den zweiten Platz.

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