Alles im Blick: Die wichtigsten Krypto-News der Woche
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Eine Tasse Kaffee steht auf einem Untersetzer, der auf einer Zeitung steht, die auf einem Holztisch liegt.

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BMF will Krypto-Besteuerung verschärfen; Etappensieg für Ripple; SEC sagt: “Bitcoin ETF wird kommen”; weitere Mining-Restriktionen in China und Titan Coin wird nach “Bank Run” wertlos.

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.


Bundesfinanzministerium will Krypto-Besteuerung verschärfen

Nachdem das Bundesfinanzministerium (BMF) erst vor Kurzem mit seiner Kryptowertetransferverordnung für Wirbel im Krypto-Space sorgte, folgte diese Woche dann der nächste Schlag. Demnach ergeben sich aus einem BMF-Entwurf, der BTC-ECHO vorliegt, drastische Verschärfungen in puncto Krypto-Besteuerung. So wird Mining beispielsweise unter einen gewerblichen Generalverdacht gestellt. Konkret bedeutet das, dass die Finanzverwaltung “widerlegbar vermutet”, dass es sich beim Mining generell um Einkünfte eines Gewerbebetriebs handelt, ganz gleich, ob man an einen Mining-Pool angeschlossen ist oder beispielsweise Cloud-Mining betreibt.

Ebenfalls steht eine Anhebung der Haltefrist im Raum. Besonders für Lending und Staking möchte das BMF Klarheit schaffen und die Haltefrist auf zehn Jahre anheben. Nach der Ansicht des Ministeriums handelt es sich in beiden Fällen um Einkommensquellen, da mit diesen Methoden weitere Krypto-Assets erstellt wurden. Veräußerungsgeschäfte mit Kryptowährungen, die vor Ablauf der Frist erfolgen, sind somit steuerpflichtig. Der Entwurf ist zwar zunächst nur eine Empfehlung an die zuständigen Finanzämter und muss erst von der Fachöffentlichkeit evaluiert werden, trotzdem ist daraus eine deutliche Haltung des BMF erkennbar.

Krypto-Rechtsstreit: Ripple mit weiterem Etappensieg gegen die SEC

Derweilen gibt es gute Neuigkeiten für Ripple. Das US-amerikanische Krypto-Start-up konnte diese Woche im Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commission (SEC) einen weiteren Teilerfolg verbuchen. Die SEC verlangte vom Unternehmen aus San Francisco Akteneinsicht in bestimmte Dokumente. Grundlage der Forderung waren Vermutungen der Behörde, Ripple habe den Ex-Vorsitzenden der Commodity Futures Trading Commission Chris Giancarlo bezahlt, damit dieser sich öffentlichkeitswirksam für die Einstellung des Verfahrens einsetzt. Diesen Antrag wies Richterin Sarah Netburn nun zurück und verwies auf die “fehlende Relevanz” zu dem Fall. Ferner sei es unzulässig, Dokumente anzufragen, die aus der Zeit nach dem Prozessbeginn stammen.

Ganz leer ging die SEC jedoch nicht aus. Der Prozessbeginn wurde abermals verschoben, sodass die Behörde nun weitere zwei Monate Zeit hat, ihre Anschuldigungen gegen Ripple aussagekräftig zu belegen. Mit der Absage dürfte es für die Behörde jedoch zunehmend schwierig werden, aussagekräftiges Beweismaterial zu sammeln.

SEC: “Bitcoin ETF wird kommen”

Abseits des Krypto-Rechtsstreits warten viele Anleger weiterhin gespannt auf die Zulassung eines Bitcoin ETF in den USA. Die SEC steht unter Druck, weil bereits Nachbarländer wie Kanada oder Brasilien vorgelegt haben. Nun versuchte eine Kommissarin der Börsenaufsicht, Hester Peirce, die Gemüter zu besänftigen.  Auf der Crypto Finance Conference, einer auf die regulatorischen Rahmenbedingungen der Krypto-Industrie spezialisierten Konferenz im schweizerischen St. Moritz, äußerte sich Peirce zuversichtlich, dass der ETF kommen wird. Einen Zeitpunkt nannte sie jedoch nicht.

Die SEC habe ihrer Meinung nach eine Genehmigung an diesem Punkt bereits zu lange herausgezögert, nun werde eine Zulassung immer komplexer. Schließlich sei der Krypto-Markt deutlich größer als noch vor zwei Jahren – sie sollte Recht behalten. Denn nur einen Tag später verkündete die SEC, dass die Behörde die Frist für den ETF-Antrag von VanEck verschieben werde – und das bereits zum zweiten Mal. Insgesamt kann die SEC die Entscheidung um 240 Tage aufschieben. Im selben Zuge wandte sich die Börsenaufsicht an die Öffentlichkeit und bat diese um eine Stellungnahme zu dem Antrag VanEcks.


China weitet Restriktionen gegen Krypto-Miner aus

Die Lokalregierungen in China gehen weiter gegen Krypto-Mining-Farmen vor. Neben Mining-Farmen in den Provinzen Xinjiang und Qinghai soll nun auch die Provinz Yunnan betroffen sein. Die südchinesische Provinz Yunnan gilt als eine der ärmsten Regionen des Landes, liegt im Ranking der Top-Bitcoin-Mining-Regionen jedoch auf dem vierten Platz. Nun wurde bekannt, dass chinesische Autoritäten im Laufe des Wochenendes Ermittlungen gegen Individuen und Unternehmen wegen illegaler Nutzung des Stromnetzes eingeleiteten, weil diese damit Bitcoin gemint hätten. Wie das Portal Crypto Potato berichtet, droht ihnen nun die Abkappung vom Netz.

Aufgrund der zunehmenden Krypto-Restriktionen schauen sich Miner nach besseren Alternativen um. Ein Ziel soll dabei der US-Bundesstaat Texas sein. Das berichtete CNBC diese Woche. Grund dafür seien die ähnlichen Stromkosten und die Mining-freundliche Landesregierung. Außerdem führe es zu einer besseren Verteilung der globalen Hashrate, meint Alejandro De La Torre, Vice President des Hongkonger Mining-Unternehmens Poolin.

Gleichwohl gilt das texanische Stromnetz nicht erst seit den verheerenden Stromausfällen aus dem vergangenen Winter, die sich im nun beginnenden Sommer zu wiederholen drohen, als recht instabil – es bleibt also abzuwarten, ob der US-Bundesstaat den Minern eine Heimat bieten wird.

DeFi-Coin TITAN wird nach “Bank Run” wertlos

Es war wohl die Schreckensmeldung der Woche im Krypto-Space. Der Titanium Token (TITAN) rutschte von ehemals über 60 US-Dollar auf fast 0 US-Dollar und ist damit nun quasi wertlos. Einige vermuteten einen Hack oder Rug-Pull. Der Grund soll jedoch ein “Bank Run” gewesen sein, also eine Panikreaktion aufgrund eines abrupten Kursverlusts. Das zumindest sagt das Iron.Finance-Team. Demnach habe die Talfahrt damit begonnen, als einige Wale ihre TITAN abgestoßen hätten. Das habe dann zu einer Massenpanik unter den restlichen Anlegern geführt, die ebenfalls ihre Coins abstießen, erklären die Entwickler in ihrer Analyse

Unter den Geschädigten ist mit Mark Cuban auch ein prominentes Gesicht vertreten. Er sei jedoch noch mit einem blauen Auge davongekommen, erklärte der Investor per Twitter. Nachdem das Entwicklerteam die Analyse veröffentlicht hatte, meldete sich auch Cuban nochmals zu Wort. Gegenüber dem US-Nachrichtenportal Bloomberg räumt der Starinvestor ein, “zu faul” gewesen zu sein, um die Mathematik des algorithmisch gedeckten Stablecoins IRON zu durchdringen. Dabei regte Cuban an, dass es regulatorische Richtlinien für Stablecoins geben sollte.

Im Gegensatz zu zentralisierten Stablecoins wie USDC ist IRON jedoch nicht 1:1 durch Fiatgeld gedeckt. Stattdessen setzt IRON auf ein duales Token-System, bestehend aus dem Stablecoin USDC und einem volatilen Token, der auf BSC STEEL und in Polygon Titanium (TITAN) heißt.


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