Crypto Finance Conference SEC Commissioner Hester Peirce : “Der Bitcoin ETF wird kommen”
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Der Bitcoin ETF ist nur eine Frage der Zeit – so zumindest lassen sich Aussagen von SEC-Kommissarin Hester Peirce interpretieren.

SEC Commissioner Hester Peirce äußert sich vorsichtig optimistisch in Hinblick auf die Zulassung eines Bitcoin ETFs in den USA. Auf der Crypto Finance Conference, einer auf die regulatorischen Rahmenbedingungen der Krypto-Industrie spezialisierten Konferenz im schweizerischen St. Moritz, äußerte sich Peirce zuversichtlich, dass der ETF kommt.


Ich denke, dass wir irgendwann einen Bitcoin ETF sehen werden,

sagte sie im Talk mit dem Blockchain-Experten David Wachsman. Die SEC habe ihrer Meinung nach eine Genehmigung an diesem Punkt bereits zu lange herausgezögert, nun werde eine Zulassung immer komplexer. Schließlich sei der Krypto-Markt deutlich größer als noch vor zwei Jahren. Proportional dazu sei auch die Verantwortung seitens des Regulators gestiegen, so Peirce. Es sei an diesem Punkt auch “deutlich relevanter, welcher [der vielen verschiedenen ETF-Anträge] zuerst genehmigt werde”, so die Kommissarin auf der Konferenz. Waren es vor ein paar Jahren noch wenige einzelne Anträge, könne sich die SEC dieser Tage vor der Flut an Anträgen kaum noch retten.

Aktuell stehen noch mindestens drei Bitcoin ETFs zur Genehmigung aus. Der Valkyrie Digital Assets ETF, der Wise Origin Bitcoin Trust von Fidelity sowie der VanEck Bitcoin ETF. Letzterer ist seit heute in “der nächsten Runde”: Interessierte können bei der Security and Exchange Commission Kommentare zu dem Wertpapier hinterlassen.

Die Kommission bittet und ermutigt interessierte Personen, Kommentare zu der vorgeschlagenen Regeländerung abzugeben,

heißt es in dem Papier.

Der Druck auf die SEC steigt

Dass auch die SEC die Industrie nicht ewig hinhalten kann, sei in den Kreisen der Behörde nun aber Konsens. Die abermalige Ablehnung habe das Verfahren eher erschwert, als vereinfacht. Nun sei der Druck für eine regulierte Zulassung größer denn je. Logisch, ein Asset, das bereits die Schwelle zur Billionen-Dollar-Marktkapitalisierung überschritten hat, ist anders zu behandeln als ein Penny Stock.


Dabei gehört Peirce wohl eher zu den wohlwollenden Kommissar:innen innerhalb der Behörde. Spätestens seit sie im Interview mit Forbes offen für die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds auf Bitcoin-Basis warb, hat sie den Ruf als “Crypto Mom” inne. Ihren Unmut über den restriktiven Kurs der Behörde machte sie darin deutlich: Krypto-Interessierte müssten sich weiterhin faktisch unsichere Anlagevehikel zur Brust nehmen, wenn sie am Bitcoin-Kurs partizipieren möchten. In diese Kategorie dürfte auch die Aktie von MicroStrategy fallen, die schon fast den Ruf einer Art Ersatz-ETF hat.

Auf der Crypto Finance Conference sagte Peirce: “Ich habe schon häufiger ausgedrückt, dass ich den Standard, den die Behörde anwendet, für falsch halte.”

Doch Abhilfe könnte auch ein Blick ins Ausland schaffen. Denn während die USA weiterhin auf die Genehmigung eines ersten BTC-Indexfonds warten, kann die direkte Nachbarschaft fröhlich spekulieren. Wie wir bereits berichtet hatten, sind in Kanada bereits im Februar zwei Bitcoin ETFs zugelassen worden: Die ETFs “BTCC” sowie “Evolve EBIT” sind seitdem an der Wertpapierbörse in Toronto handelbar. Dass dort die Welt noch intakt ist (und der Andrang gigantisch) könnte unter Umständen den entscheidenden Ausschlag geben. Dazu Peirce auf der Konferenz: “Ein Vorteil ist, dass es Länder gibt, die nach vorne gehen.”

Dass es irgendwann auch in den USA so weit ist, steht für die Kommissarin fest – über den Zeithorizont indes, schweigt sie sich aus. “Ich bin optimistisch, dass es passieren wird. Ich kann Ihnen aber keinen Zeitrahmen geben”, schließt Peirce ihr Credo.


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