Craig Wright im Verzug Selbsternannter Bitcoin-Erfinder muss 43 Millionen US-Dollar Strafzinsen zahlen

Der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright bekommt von einem US-Gericht saftige Strafzinsen aufgebrummt. Auf die bisher geforderten 100 Millionen US-Dollar muss der Australier nun noch einmal 43 Millionen US-Dollar draufzahlen.

Daniel Hoppmann
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Craig Wright, selbsternannter Bitcoin-Erfinder

Beitragsbild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Marta Lavandier

Craigh Wright hat innerhalb des Krypto-Space einen zweifelhaften Ruf. Schon seit Jahren inszeniert sich der Australier als das Mastermind hinter Bitcoin, ohne dafür jedoch jemals valide Beweise erbracht zu haben. Kritiker, die an seiner Version der “Wahrheit” zweifeln, überzieht der 52-Jährige dabei gerne mit Klagewellen. So gewann er im Juni letzten Jahres einen Copyright-Prozess gegen den mysteriösen Betreiber von Bitcoin.org, Cøbra, der die Seite dazu zwang, das Bitcoin Whitepaper zu entfernen.

Im vergangenen Jahr fand sich der selbsternannte Bitcoin-Erfinder allerdings selbst auf der Anklagebank wieder. Damals zog Ira Kleiman, der Bruder eines verstorbenen ehemaligen Geschäftspartners Wrights, gegen den Informatiker vor Gericht. Der Vorwurf: Wright habe geistiges Eigentum der gemeinsam gegründete Firma W&K Info Defense Research gestohlen und seine Geschäftspartner betrogen.

Craigh Wright muss 100 Millionen US-Dollar zahlen

Die Jury befand Wright im Dezember 2021 für den Tatbestand des Diebstahls für schuldig und verdonnerte den Australier zu einer Schadensersatzzahlung von 100 Millionen US-Dollar. Von den anderen Vorwürfen wurde er befreit.

Die Zahlung leistete der selbsternannte Bitcoin-Erfinder bisher nicht. Als Disziplinarmaßnahme hat ein Gericht aus West Palm Beach in Florida nun Strafzinsen in Höhe von etwas mehr als 43 Millionen US-Dollar erhoben. Das geht aus einem richterlichen Beschluss vom 9. März hervor. Außerdem ordnete Richterin Beth Bloom die Zwangsvollstreckung der geforderten 100 Millionen US-Dollar an – wie viel dieser anschaulichen Summe sich tatsächlich im Besitz des vermeintlichen Betrügers befindet, ist ungewiss.

Innerhalb der Krypto-Community wird das Urteil derweilen mit einer Mischung aus Begeisterung und Häme gefeiert. So schreibt etwa ein Nutzer auf Twitter: “Gut, dass er mit all den Bitcoin Milliardär ist. Somit ist das nur eine Geldstrafe für ein Mittagessen.”

Unterdes hat sich das selbsternannte Bitcoin Mastermind noch nicht zu der Strafzinszahlung geäußert.

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