Veritaseum, New coins on the block: Veritaseum (VERI)

Quelle: Veritaseum

New coins on the block: Veritaseum (VERI)

Ein Token, welcher in jüngster Zeit in die Top 20 kam, ist Veritaseum – doch was ist das für ein Asset?

Im Rahmen der Reihe “New coins on the block” sind wir nun endgültig jenseits der Top 10 angekommen. Viele der vorgestellten Coins sind inzwischen wieder abgesackt und neue sind aufgestiegen. Dennoch bleiben einige Coins stabil in den Top 10, so dass man sich weiter in die Welt der eher unbekannten Assets vorwagen.

In dieser Reihe werden Altcoins bzw. Tokens betrachtet, welche entweder brandneu sind oder bisher unter dem Radar waren. Oft handelt es sich im aktuellen Bullenmarkt dabei um Assets, welche in den letzten Monaten eine Wertsteigerung von über 100% vorweisen konnten.

Das lässt sich auch über Veritaseum sagen: Das Asset kann, seit es Anfang Juni auf verschiedenen Exchanges gelistet wurde, immerhin eine Vervierfachung des Wertes vorweisen. Zwischen April und Mai lief ein ICO, bei dem ungefähr zwei von insgesamt hundert Millionen VERI an Investoren verteilt wurden. Ein VERI wird dabei aktuell für fast 200 Euro gehandelt, so dass Veritaseum über ein Marktkapital von fast 400 Millionen Euro verfügt.

Veritaseum – Kapitalmärkte ohne Mittelsmänner

Veritaseum ist ein Projekt, das seine Wurzeln im Jahr 2014 hat: Damals wurde Veritaseum gegründet – seinerzeit sollte das Produkt noch den Namen Ultracoin haben, jedoch wurde herausgefunden, dass es eine andere Kryptowährung mit dem Namen gibt.


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Ziel von Veritaseum ist, eine Plattform für Peer to Peer Kapitalmärkte zu sein, auf denen letztlich alles gehandelt werden kann. Gemäß den Angaben auf der Webseite soll das Projekt schon jetzt eine Plattform entwickelt haben, welche Nicht-Technikern das schnelle erstellen von Smart Contracts ermöglicht. An verschiedenen Stellen auf der Webseite wird auf Patente verwiesen, mit welchem die Technologie gesichert sein soll – wofür jedoch kein Anhaltspunkt gefunden wurde.

Hinter dem Projekt steht Reggie Middleton, ein Finanzexperte, der durch Vorhersage des Kollaps der Housing-Bubble einige Berühmtheit erlangte. Er führt einen Blog, in dem es primär um makroökonomische Themen geht, aktuell jedoch auch viel über sein Projekt gesprochen wird.

Veritaseum – Revolution oder Scam?

Die Reihe “New coins on the block” heißt nicht umsonst nicht “good coins on the block” – Ziel ist, Kryptowährungen und tokenbasierte Assets, die in letzter Zeit häufiger erwähnt wurden oder die überraschend an Wert gewannen, kurz darzustellen. Dass gerade neu am Markt erscheinende Assets durch einen gut gelaufenen Token-Sale, an den sich ein erfolgreiches Listing auf verschiedenen Börsen anschloss, unabhängig von dem fundamentalen Wert der Kryptowährung ein hohes Marktkapital annehmen können, ist bekannt.

Veritaseum ist ein Asset, das Grund zur Kritik gibt: Dass ein ICO ohne ein wirkliches Whitepaper gemacht wurde, dass die Webseite über ein recht chaotisches Design verfügt und dass der eigentliche Entwickler hinter dem Coin bisher noch keine Reputation in der Kryptosphäre besitzt, stimmt skeptisch. Dieser Eindruck wird durch einen sehr generischen Smart Contract, welcher dem Token Sale zugrunde liegt, eher erhärtet als abgeschwächt.

Der Fairness halber sei gesagt, dass das Fehlen eines Whitepapers von Reggie Middleton bewusst gewählt ist. Seiner Meinung nach wäre ein funktionierendes Produkt wichtiger.

Schließlich sind Märkte ohne Mittelsmann ein Thema, dem sich nicht nur Bitcoin, sondern auch andere ICOs und Kryptowährungen gewidmet haben. Ob Veritaseum ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal besitzt, bleibt abzusehen.

Doch auch das hohe Marktkapital kommt einem etwas seltsam vor: gehandelt wird der Token primär auf EtherDelta – einem dezentralen Exchange auf Ethereum, welcher ein Handelsvolumen von 2 Millionen US-Dollar täglich vorweisen kann.

Wer sich mit diesem Projekt trotz der dargestellten Bedenken genauer befassen will, sei auf die Webseite verwiesen.

BTC-ECHO

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