Krypto-Start-up Enjin veröffentlicht Dev Kit für Unity-Plattform

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Krypto-Start-up Enjin veröffentlicht Dev Kit für Unity-Plattform

Auch bei der Entwicklung von Spielen scheinen die Token-Standards der Ethereum Blockchain eine große Rolle zu spielen. So veröffentlichte das in Singapur ansässige Start-up Enjin ein Software Development Kit (SDK) für Unity. Ziel des SDK ist es, einen ERC1155-kompatiblen Token in die Blockchain zu integrieren.

Das Start-up Enjin will am 14. März ein neues Software Development Kit (SDK) veröffentlichen. Wie das Unternehmen am 4. März auf Medium mitteilte, sollen Unity-Entwickler zukünftig die Möglichkeit haben, einen ERC1155-kompatiblen Token in der Ethereum Blockchain zu erstellen. Das 2009 gegründete Start-up verfolgt den Plan, die Spiele-Industrie wieder in die Hand von Gamern und Entwicklern zu legen und setzt dabei vor allem auf Dezentralität. Enjin hat nach eigenen Angaben erkannt, dass Unternehmen Spieler häufig für stark zentralisierte virtuelle Gegenstände zahlen lassen. Enjin hat es sich daher zum Ziel gesetzt, dezentralere Strukturen in der Gaming-Welt zu integrieren. Spieler sollen laut Enjin in erster Linie selbst über ihre Spielgegenstände verfügen. Eigens entwickelte dezentrale Token sollen genau das garantieren.

Asset-Tokenisierung

Mit dem SDK-Release können Entwickler nun unbegrenzt fungible und nicht-fungible Token mit einem einzigen Smart Contract erstellen. Diese basieren dann auf dem von Ethereum verwendeten ERC1155-Token-Standard. Dadurch soll es möglich werden, schnellere Transaktionszeiten zu gewährleisten, die Gebühren zu senken und eine einfachere Massenproduktion von Token zu ermöglichen. Das neue Software Development Kit soll neu entwickelte Software schneller und dezentraler zur Verfügung stellen. Mit der Asset-Tokenisierung können die Eigenschaften von Assets buchstäblich in Stein gemeißelt werden, wodurch beispielsweise Probleme wie unbeabsichtigte Änderungen während der Aktualisierung vermieden werden können. Die Ankündigung des SDK weist darauf hin, dass die Tokenisierung von Spielressourcen auch eine Interoperabilität ermöglichen soll. Das bedeutet, dass Spieler ihre virtuellen Objekte in mehreren Spielen verwenden können.

Ausblick

Indes wurde am 8. März bekannt, dass Enjin auch mit dem Elektronikhersteller Samsung kooperieren will. Zukünftig soll daher wohl die Lagerung des hauseigenen Enjin Coins auch in Samsung Smartphones möglich sein. Derweil scheint die Integration des Software Development Kits für Unity sinnvoll zu sein. Laut Enjin ist Unity die weltweit beliebteste Entwicklungs-Engine für Spiele: 4,5 Millionen Entwickler sollen sie verwenden. Aktuelle Zahlen belegen, dass rund 28 Milliarden Spiele auf drei Milliarden Geräten auf Unity basieren. Die Unity-Game-Engine kann laut Aussage von Enjin auf über 25 Plattformen verwendet werden, darunter Microsoft Windows, iOS, Android, Nintendo, PlayStation, Xbox und Oculus Rift. Außerdem unterstützt die Engine die Entwicklung von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Apps.

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