Die bekannten CME Gaps im Bitcoin-Markt könnten schon heute der Vergangenheit angehören. Hintergrund ist die Ausweitung der Handelszeiten der CME Group, die mit dem Start eines neuen Futures-Produkts einen nahezu durchgehenden Handel ermöglichen will. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dadurch eines der bekanntesten Phänomene im Bitcoin-Handel langfristig an Bedeutung verlieren könnte.
CME Gaps entstehen, wenn sich der Bitcoin-Kurs während der Handelspausen bewegt und der Futures-Markt nach seiner Wiedereröffnung auf einem anderen Preisniveau startet. Viele Trader nutzen diese Kurslücken seit Jahren als Orientierung für mögliche Unterstützungs- und Widerstandsbereiche. Mit den neuen Handelszeiten könnten solche Lücken künftig deutlich seltener entstehen.
Warum CME Gaps für Bitcoin-Händler wichtig waren
Besonders nach dem Wochenende spielten CME Gaps für viele Bitcoin-Trader eine wichtige Rolle. Während der Spot-Markt durchgehend gehandelt wird, pausiert der Futures-Handel an der CME. Öffnete der Markt am Sonntagabend wieder, mussten sich die Futures-Kurse häufig an die Kursbewegungen anpassen, die sich zuvor am Wochenende im Spot-Markt ergeben hatten.
Begünstigt wurden diese Bewegungen durch ein geringeres Handelsvolumen und dünne Orderbücher. Dadurch konnten bereits kleinere Kauf- oder Verkaufsaufträge stärkere Kursschwankungen auslösen, die nach der Wiederaufnahme des Futures-Handels sichtbar wurden.
Auch künftig wird es weiterhin ein Wartungsfenster der CME geben. Dieses findet künftig jeden Samstag zwischen 3 und 5 Uhr UTC statt, was 5 bis 7 Uhr morgens deutscher Zeit entspricht. Dennoch dürfte die deutlich längere Handelszeit die Wahrscheinlichkeit neuer, größerer Kurslücken spürbar reduzieren.
Derzeit beobachten Analysten noch einige offene CME Gaps im Markt. Über viele Jahre gehörten diese Kurslücken zu den bekanntesten Eigenschaften des Bitcoin-Handels und wurden regelmäßig als mögliche Kursziele diskutiert. Mit der neuen Marktstruktur könnte dieses Kapitel nun langsam zu Ende gehen.
