Die Intercontinental Exchange (ICE), Betreiberin der New York Stock Exchange, beschäftigt sich offenbar zunehmend mit dem Markt für Onchain-Derivate. ICE-CEO Jeffrey Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen bereits mehrfach Gespräche mit der DeFi-Plattform Hyperliquid geführt hat, um deren Geschäftsmodell besser zu verstehen.
Laut Sprecher prüfe man aktiv potenzielle Geschäftsfelder. Die Gespräche mit Hyperliquid dienten dazu, die jeweiligen Marktstrukturen besser nachzuvollziehen. “Wir sprechen mit diesen Leuten und lernen von ihnen”, so der ICE-Chef.
Dabei geht es wohl hauptsächlich um sogenannte Perpetual Futures. Das sind Derivate ohne feste Laufzeit, die rund um die Uhr per Blockchain gehandelt werden können. Marktteilnehmer können dadurch frühzeitig auf Ereignisse reagieren, die außerhalb regulärer Handelszeiten stattfinden.
Dieses Modell gewann zuletzt an Bedeutung. Nach Angaben von ICE nutzen Händler Plattformen wie Hyperliquid unter anderem, um Preisbewegungen bei Rohstoffen wie Öl am Wochenende abzubilden.
Dass die Perp-Plattformen nun in Gespräche treten, dürfte so manchen Marktbeobachter überrascht haben. Eigentlich sah es in den vergangenen Wochen eher nach einer Konfrontation aus, als die CME und ICE laut Medienberichten die Derivatebehörde CFTC einschalteten, um mögliche Wettbewerbsverstöße von Seiten Hyperliquids zu untersuchen.
Hyperliquid auf Allzeithoch
Derweil markierte der Token der Perp-Plattform (HYPE) in den vergangenen Handelstagen ein neues Allzeithoch. Der Kurs stieg zwischenzeitlich auf knapp 64 US-Dollar. Welche Kursziele nun in den Fokus rücken und warum ein Anstieg auf 100 US-Dollar nicht unrealistisch erscheint, zeigt die aktuelle Kursanalyse: Hyperliquid: Neue Kursziele nach Sprung auf Allzeithoch.
