USA mit Milliardenoperation 

Fondsmanager warnt: Bitcoin könnte noch viel tiefer fallen

Bitcoin droht weiterer Druck. Treasury-Operationen könnten dem Markt 150 Milliarden US-Dollar an Liquidität entziehen und Risk-Assets belasten.

Johannes Dexl
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US-Finanzminister Scott Bessent

Beitragsbild: picture alliance

| US-Finanzminister Scott Bessent dürfte der Bitcoin-Kurs in diesen Tagen nicht sonderlich interessieren

Bitcoin könnte weiter unter Druck geraten. Davor warnt Michael Kramer, Gründer und CEO von Mott Capital Management. Der Grund liegt nicht direkt im Krypto-Markt, sondern bei den kommenden Operationen des US-Finanzministeriums. Diese könnten dem Finanzsystem in den nächsten Tagen rund 150 Milliarden US-Dollar an Liquidität entziehen.

Das US-Finanzministerium gibt regelmäßig Staatsanleihen und kurzfristige Geldmarktpapiere aus, um die Ausgaben der Regierung zu finanzieren. Kaufen Investoren diese Papiere, fließt Geld auf das Konto des Finanzministeriums bei der Federal Reserve. Für die Märkte bedeutet das zunächst weniger verfügbare Liquidität im Bankensystem.

US-Finanzministerium belastet Liquidität

Laut Kramer könnten die Treasury-Operationen vom 28. Mai bis zum 5. Juni einen Liquiditätsabzug von rund 150 Milliarden US-Dollar auslösen. Dazu zählen unter anderem 15 Milliarden US-Dollar an T-Bills, 47 Milliarden US-Dollar an Coupon-Settlements, weitere 68 Milliarden US-Dollar am Montag sowie zusätzliche T-Bill-Abwicklungen Anfang Juni.

Für Risk-Assets ist das relevant. Aktien, Krypto-Assets und andere spekulative Anlagen profitieren in der Regel von reichlich Liquidität. Wird dem System Geld entzogen, sinkt die Risikobereitschaft der Anleger. Kramer sieht Bitcoin deshalb als wichtigen Frühindikator. Aus seiner Erfahrung reagiere die Kryptowährung oft sensibler auf Liquiditätsveränderungen als viele andere Märkte.

Ein Liquiditätsabzug durch Treasury-Settlements muss nicht automatisch zu einem weiteren Crash führen. Der Effekt kann vorübergehend sein und von anderen Faktoren abgefedert werden. In einem bereits angeschlagenen Markt steigt dadurch aber das Risiko weiterer Kursverluste.

Auch zum Start in den Donnerstag notiert der Krypto-Markt im Minus – Ethereum rutschte sogar unter die Marke von 2.000 US-Dollar.

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