Kanadische Grenzbehörde CBSA setzt auf TradeLens

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die kanadischen Grenzbehörde CBSA will künftig auf Blockchain-Software aus dem Hause IBM setzen. Mithilfe der Handelsplattform TradeLens wolle man die grenzübergreifenden Handelsströme überwachen und so deren Verwaltung optimieren, heißt es in einer aktuellen Presseerklärung. TradeLens war 2017 von IBM gemeinsam mit dem Containerriesen Maersk als Projekt für die gesamte Handelsindustrie entwickelt worden. Bislang scheitert die Plattform jedoch noch an ihrem Anspruch, die weltweite Containerlogistik zu digitalisieren.

Dank Handelsabkommen wie TPP, CETA oder dem jüngsten USCMA gehört Kanada zu den weltweit führenden Handelsnationen. An den kanadischen Grenzen herrscht Hochbetrieb. Neben Autos und Industrieerzeugnissen importieren die Kanadier vor allem Öl aus den USA, der EU und China. Das bedeutet für die Grenzbehörden jährlich knapp 15.000 LKW-Ladungen, über 400.000 Post- und Kuriersendungen sowie über 88 Milliarden Zolleinahmen, die es zu überwachen und registrieren gilt.


Um diese Verwaltungsprozesse künftig zu vereinfachen, will die kanadische Grenzbehörde Canada Border Services Agency, kurz CBSA, nun auf die Blockchain-Plattform TradeLense setzen. Dies geht aus der jüngsten Pressemitteilung der Behörde hervor. TradeLense wurde im vergangenen Jahr von IBM und dem dänischen Containerriesen Maersk ins Leben gerufen und im August der Öffentlichkeit präsentiert. Ziel der Plattform ist es, die Lieferketten globaler Handelsströme mithilfe von Distributed-Ledger-Technologie (DLT) abzusichern.

Mit TradeLense soll nun auch das kanadische Grenzmanagement leichter von der Hand gehen, erklärt CBSA-Leiter John Ossowksi.

„TradeLens kann eine vertrauenswürdige digitale Lieferkette für alle Importe nach Kanada bereitstellen […] die Kanadas Wirtschaftskraft nach vorne treibt“,

so Ossowski. Er lobt das Projekt, das künftig bei der Überwachung des Warenverkehrs helfen soll:

„Diese Entwicklung ist beispielhaft dafür, wie die kanadische Regierung innovative Technologien nutzt, um den Handel in einer sicheren und einfachen Art und Weise zu fördern.“

Kanada setzt auf Blockchain-Technologie

Der Vorstoß der Grenzbehörde spiegelt indes den allgemeinen Blockchain-Trend im „Great White North“ wider. So verkündete der Hafen der Provinzhauptstadt Montreal vergangene Woche, sich ebenfalls an TradeLens beteiligen zu wollen.

Weiterhin erlebt die Blockchain in den nordischen Breitengraden viel Zuspruch vonseiten kanadischer Banken. So hatte zuletzt die National Bank of Canada angekündigt, Smart Contracts für die Verwaltung von Transaktionen zu testen. Weiterer Zeuge des Blockchain-Trends ist das Finanzkonsortium Jasper. In Konkurrenz zu SWIFT soll das Projekt Finanztransaktionen besonders im Interbankenmarkt effizienter gestalten.

Ähnlich dem europäischen Norden schätzen Blockchain-Unternehmen derweil vor allem die günstigen Energiepreise des Landes.

Maersk & IBM: TradeLens hinkt

Wenn in dieser Woche auch zwei neue Mitglieder zu verzeichnen sind, steht es um TradeLens selbst weitaus weniger rosig. So war die Handelsplattform vor knapp einem Jahr mit dem Ziel gegründet worden, die gesamte Handels- und vor allem Containerindustrie zu digitalisieren. Derzeit haben sich zwar insgesamt 94 Unternehmen Maersk angeschlossen. Bislang haben die Dänen jedoch mit Pacific International Lines (PIL) erst einen einzigen Branchenkonkurrenten als Mitglied gewinnen können.

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