Iran: Angst vor Sanktionen befeuert Krypto-Boom

Quelle: Azadi Tower with flasgs of Iran via Shutterstock

Iran: Angst vor Sanktionen befeuert Krypto-Boom

Die sich anbahnenden US-Sanktionen stürzen die iranische Wirtschaft zurück in die Krise. Teile der Bevölkerung suchen daher ihr Heil in Kryptowährungen und schaffen so Milliarden von US-Dollar außer Landes. Dem kann auch die iranische Regierung mit ihrer Anti-Krypto-Haltung nichts entgegensetzen.

Anfang der Woche traf US-Präsident Donald Trump die Entscheidung, das von der Vorgängerregierung ausgehandelte Atomabkommen mit der Islamischen Republik Iran zum 12. Mai zu beenden. Damit werden automatisch die 2015 ausgesetzten Sanktionen gegen das Land im Nahen Osten wieder eingesetzt. Der Iran sowie die anderen fünf Vertragspartner Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China beteuerten zwar, auch ohne die USA an dem Abkommen festzuhalten. Jedoch wären auch Unternehmen aus diesen Ländern, die im Iran Geschäfte machen, von amerikanischen Sanktionen bedroht. Für das Wirtschaftswachstum im Mullah-Staat werden daher starke Dämpfer erwartet.

Unter diesen Aussichten hat auch der Rial zu kämpfen. Die iranische Landeswährung verlor in den letzten sechs Monaten gut ein Viertel ihres Wertes. So verwundert es nicht, dass viele wirtschaftlich gut situierte Iraner versuchen, ihre Vermögen zu sichern und landesunabhängig aufzubewahren. So sollen umgerechnet etwa 2,5 Milliarden US-Dollar außer Landes gebracht worden sein, die in Kryptowährungen investiert wurden.

Mohammad Reza Pourebrahimi, Vorsitzender der iranischen Wirtschaftskommission äußerte sich dazu wie folgend:

„Trotz der Tatsache, dass eine Minderheit der Menschen unseres Landes Kunden von virtuellen Währungen und ihren neuen Märkten sind, sind mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar nach ihrem Kauf aus dem Land geflohen. Die Mehrheit der in diesem Bereich tätigen Menschen verfolgen spekulative Aktivitäten und wollen Gewinne maximieren.“

Anti-Krypto-Haltung der Regierung nicht erfolgreich

Bereits in der vergangenen Woche berichteten wir von der krypto-feindlichen Haltung der iranischen Regierung. So hatte die Zentralbank erst kürzlich ein generelles Verbot von Kryptowährungen ausgesprochen, um den Werteverfall des Rial zumindest teilweise eindämmen zu können. Zudem halten sich nach wie vor die Gerüchte um eine mögliche nationale Kryptowährung im Iran, die nach dem Vorbild des venezolanischen Petros konzipiert sein soll.

BTC-ECHO

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Regulierung: FINRA appelliert an Unternehmen
Bitcoin-Regulierung: FINRA appelliert an Unternehmen
Regierungen

Letztes Jahr hat die US-Genehmigungsbehörde FINRA eine Bekanntmachung herausgegeben, derzufolge sich Finanzdienstleister, die mit digitalen Assets zu tun haben, melden sollen. Ein Jahr später folgt die Konsolidierung der aufgeführten Kriterien. Insgesamt zeigt sich die FINRA zufrieden. Überzeugung geht jedoch anders.

CFTC leitet Ermittlungen gegen BitMEX ein
CFTC leitet Ermittlungen gegen BitMEX ein
Invest

Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Finanzderivate, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), leitet Ermittlungen gegen die Bitcoin-Börse BitMEX ein. Im Raum steht der Verdacht, dass die Börse Registrierungen von US-Amerikanern zugelassen hatte. Dies wäre ein Verstoß gegen CFTC-Regulierungen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: