EU Science Hub veröffentlicht Blockchain-Report

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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EU Science Hub veröffentlicht Blockchain Report

Quelle: Shutterstock

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Die gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Union publiziert einen Report zum Thema Blockchain. Das Dokument mit dem Titel „Blockchain Now and Tomorrow“ analysiert den aktuellen Stand der Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Es kommt zu dem Schluss, dass Bitcoin & Co. ein riesiges Potential für die Zukunft besitzen. Nichtsdestotrotz weisen die Autoren auf Risiken hin.

Der Forschungsflügel der Europäischen Union (EU), der Science Hub, veröffentlichte kürzlich einen Report zu der Gegenwart und Zukunft der Blockchain-Technologie. Darin setzt sich die gemeinsame Forschungsstelle der EU mit dem aktuellen Stand der Technologie auseinander.

Die Untersuchung mit dem Titel „Blockchain Now and Tomorrow“ (zu Deutsch: Blockchain jetzt und morgen) beschäftigt sich folglich mit Chancen und Risiken von Distributed-Ledger-Technologien in Bezug auf Wirtschaft und Gesellschaft. Die Autoren zeichnen außerdem verschiedene Use Cases und Regulierungsstrategien der Blockchain-Technologie auf globaler Ebene nach.

Offenbar weist China demnach die höchste Anzahl an Blockchain-Start-ups auf. Auch weltweit gibt es weiterhin einen Anstieg der Investitionen in entsprechende Unternehmen. Das Investitionsvolumen ist indes von 450 Millionen US-Dollar im Jahr 2014 auf 3,9 Milliarden US-Dollar in 2017 und 7,4 Milliarden US-Dollar in 2018 angewachsen. Europa weißt dabei dem Report des EU Science Hub zufolge weniger als 20 Start-ups pro Land auf. Die meisten Unternehmen siedelten sich unterdessen im Bereich Software und Finanzdienstleistungen an.

EU Science Hub betont Regulierungsbestrebungen


Weiterhin unterstreichen die Autoren die legislativen Anstrengungen von internationalen Organisationen wie der Europäischen Kommission. Der Report konstatiert, dass die Gesetzgeber an integrativen Lösungsansätzen arbeiten. Diese beziehen genauso wie Regierungen und die Zivilgesellschaft beispielsweise die Industrie in ihren Entscheidungsprozess mit ein. Sie setzen sich außerdem für mehr Transparenz und Rechtsstaatlichkeit ein.

Im Report des EU Science Hub heißt es abschließend:

Blockchain-Anwendungen können weitreichenden Einfluss in politischen, ökonomischen, sozialen, technischen und politischen Bereichen nehmen. Sie finden beispielsweise in wirtschaftlichen und businessbasierten Modellen, wie auch in Governance-Mechanismen und Beziehungsgefügen Platz. Ein Wechsel in diesen Sphären erfordert eine Kombination aus verschiedenen Arealen des Wissens, darunter der Computer-Wissenschaft, der Wirtschaftswissenschaft, der öffentlichen Finanzierung, der Umweltwissenschaften und der Sozial- und Politikwissenschaften.

Trotz der betonten Potentiale, die der Report für Blockchain-Anwendungen ausmacht, erwähnt der Report auch die Risiken, die die Technologien schaffen. Herausforderungen bestehen demnach in der Vereinheitlichung der Möglichkeiten für die Blockchain-Technologie. Der Science Hub weist insbesondere auf die Notwendigkeit von Regulatory Sandboxes im Krypto-Business zu Überwindung eventueller Hürden hin.


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