Digitale Identität: Kanada plant Blockchain-Lösung

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Identity theft and cyber security concept. Mobile hacker and criminal login to persons online social media account or personal information and data with smartphone. Thief with black leather gloves. via shutterstock

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Bald wird es Kanadiern möglich sein, ihre digitale Identität mit Hilfe der Blockchain-Technologie zu verifizieren. Die Sicherheitsfirma SecureKey entwickelt dazu zusammen mit IBM eine Software.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Ob Führerschein, ID-Card oder Bankinformationen – alles soll man künftig durch die Nutzung von Apps bestätigen können.  In der ersten Hälfte des nächsten Jahres soll es Kanadiern dahingehend möglich werden, sich online für das neue digitale Identitätssystem anzumelden, so die Pressemitteilung. Mit dem Programm kann man dann seine Identität gegenüber Banken, Telefonanbietern und Regierungen mit einer App nachweisen.

Mit Hilfe der Technologie soll es für Nutzer auch wieder einfacher werden, die Macht über ihre persönlichen Daten zu kontrollieren. Sie können die Blockchain benutzen, um ihre Daten privat zu teilen, ohne durch ein öffentliches Register gehen zu müssen. So wird es vermieden, öffentlich zugängliche bzw. hackbare Datenbanken erstellen zu müssen – der Trend geht zur Dezentralisierung.

“Was IBM zusammen mit SecureKey und Mitgliedern des Ökosystems zur digitalen Identität in Kanada kreieren, wird entscheidend dazu beitragen, die schwierigsten Fragen in Bezug auf (digitale) Identität zu lösen. Bei dieser Methode handelt es sich um einen völlig neuen Ansatz in Sachen Identitätsbestätigung. Zusammen mit SecureKey haben wir einen Vorsprung, das Ganze auf die Blockchain zu übertragen”,

sagt Marie Wieck, Hauptgeschäftsführerin IBM Blockchain.


Das System verspricht Erfolg und zieht damit große Investoren an. So haben Kanadas sechs größte Geldinstitute, darunter die Toronto-Dominion Bank und die Royal Bank of Canada insgesamt 30 Millionen Kanadische Dollar (circa 20 Millionen Euro) in das Projekt investiert. Auch die drei größten Telekommunikationskonzerne haben sich im Projekt involviert.

Digitale Identität auf dem Smartphone

So soll das Ganze ablaufen: Ein Nutzer meldet sich für einen Kredit online bei einem Institut. Danach muss man den Kunden verifizieren. Seine Identität, die Kreditwürdigkeit, Einkommen etc. Ein normalerweise eher langwieriger Prozess. Mit dem neuen System soll das Institut eine Anfrage an das Telefon des Nutzers schicken.

Wenn diese Anfrage dann bestätigt wird, bekommt der Anbieter alle Informationen gebündelt und kann den Kredit dann gewähren (oder nicht). Die Identität der Person wird also im Bereich des Digitalen gänzlich ohne Intermediär per Smartphone und App bestätigt – Der Mensch, der das Gerät in der Hand hält, muss schließlich nur noch per Wischbewegung attestieren, dass die digitale Identität zu seinem Offline-Ich gehört.

Kanada beschäftigt sich jedoch nicht nur in Identitätsfragen mit der Blockchain-Technologie. Erst im September hat sich der nordamerikanische Staat für einen regulierten ICO-Status entschlossen. Weiterhin wurde Anfang des Monats angekündigt, den legalen Cannabis-Vertrieb mit der Technologie zu unterstützen.

BTC-ECHO


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