Dezentrale Energie für jedermann: IOTA tüftelt an der smarten Stadt

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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IOTA (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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„+CityxChange“ ist ein EU-Projekt, das von EU Horizon 2020 – dem größten Forschungs- und Innovationsprogramm aller Zeiten – gefördert wird. Unter anderem entwickelt die IOTA Foundation im Zuge dessen Lösungen für die intelligente Stadt von morgen. Neben verbesserter, dezentraler Energienutzung soll IOTA auch in der E-Mobilität zum Einsatz kommen.

Die Idee, Energienetze dezentral zu gestalten, ist nicht neu. Sie gilt als einer der vielversprechendsten Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie. So bedeuten wenige, großen Energieerzeuger, dass vergleichsweise unflexibel auf die Nachfragesituation am Markt reagiert werden kann. Dagegen bieten dezentrale Netzwerke – man spricht von sogenannten Microgrids – die Möglichkeit, einen verteilten Marktplatz für den Handel mit Energie zu etablieren.

Diesen Ansatz verfolgt auch +CityxChange. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Zusammenschluss einer Vielzahl an Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Stiftungen, die seit Juli 2018 mit offiziellem Segen der EU-Kommission an der smarten Stadt von morgen tüfteln. Federführend dabei ist auch die IOTA Foundation. Nun gibt es vonseiten der IOTA-Stiftung Updates zum Status quo des Projekts.

So hat +CityxChange allen voran zwei Fokuspunkte: 1. dezentrale Energienetze und 2. eine verbesserte innerstädtische Mobilität.

Ein lokaler Energiemarktplatz für die Stadt der Zukunft


+CityxChange und IOTA planen, Energienetzwerke sowohl dezentral als auch nachhaltig zu machen. Dafür arbeiten die Projektteilnehmer an lokalen Energiehandelsplätzen, an denen Erzeuger und Konsumenten von erneuerbaren Energien zusammenkommen sollen – natürlich ganz ohne die Zuhilfenahme von Intermediären. Handeln sollen die Marktteilnehmer einer Pressemitteilung zufolge also Peer-to-Peer. Wobei IOTA den Begriff der Marktteilnehmer etwas weiter fasst: Anstatt dass Menschen den Energiebedarf ihrer Immobilie kalkulieren, soll sowohl die Abnahme als auch die Bezahlung vollautomatisch erfolgen – getreu dem IOTA-Motto, das Internet der Dinge ausbauen zu wollen.

Die IOTA-Technologie kann es dedizierten Energiezählern ermöglichen, automatisch zu kommunizieren. Sie können Energie anfordern und anbieten sowie die maschinelle Übertragung von Energie und Zahlungen über ein P2P-Serviceangebot eigenständig durchführen,

heißt es in der Pressemitteilung.

Viele Länder verfügen über ein Energienetz, das den modernen Ansprüchen nicht genügt. +CityxChange will bestehende Gebäude so umzurüsten, dass Energie sowohl erzeugt als auch am Markt bereitgestellt werden kann. IOTA kann dabei behilflich sein. Schließlich ermöglicht das Tangle, also IOTAs Version eines sogenannten Directed Acyclic Graph (DAG), Mikrotransaktionen und die direkte Kommunikation Maschine-zu-Maschine. IOTA kann für das notwendige dezentrale Vertrauen sorgen; somit können Intermediäre umgangen und Kosten eingespart werden. Auch die Bezahlung – und das überrascht nicht – soll demnach via IOTA erfolgen.

E-Mobilität als Plattformökonomie

Neben der dezentralen Energieversorgung probt +CityxChange in den sieben europäischen Modellstädten auch, wie man innerstädtische Mobilitätskonzepte mit dem Internet of Things optimieren kann. So tüftelt IOTA in Zusammenarbeit mit FourC an einer IoT-Infrastruktur, auf der verschiedene Mobilitätsformen gesammelt angeboten werden. Der Ansatz ist schnell erklärt: Das Problem an aktuellen Mobilitätskonzepten sowie Apps, die selbige vereinfachen sollen, ist die Vielzahl an verschiedenen Plattformen, die es auf dem Markt gibt. Statt einer zentralen Plattform, auf der sich verschiedene Mobilitätsanbieter wie der öffentliche Nahverkehr, Mietwagen oder Fahrräder sammeln, gibt es in der Regel für jedes Fortbewegungsmittel eine gesonderte App.

In Zusammenarbeit mit FourC, einem Trondheimer IoT-Unternehmen, arbeitet die IOTA-Stiftung dementsprechend an einer lückenlosen Mobilitätsplattform, bei der auch Kriterien wie der CO2-Verbrauch berücksichtigt werden.

Nutzer bezahlen, man ahnt, per IOTA.

Wer mehr über die IOTA und seine möglichen Anwendungsfälle erfahren möchte, klickt hier.


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