BMW testet Blockchain zur Verfolgung der Laufleistung von Mietwagen

Fabian Kaul

von Fabian Kaul

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Fabian Kaul

Fabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

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Der deutsche Autohersteller BMW testet ein neues Blockchain-Projekt. Mit DOVU soll die Laufstrecke von vermieteten und verliehenen Fahrzeugen nachverfolgt werden. DOVU ist eins von fünf Start-ups, die im Rahmen des BMW-Innovationsprogramms seit Februar in der Praxis getestet werden.

Die Idee hinter dem DOVU-System ist, Fahrer von Mietwagen dazu zu animieren, ihre Fahrstrecken aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen stellt das Start-up BMW zur Verfügung, die Fahrer erhalten dafür DOV-Token. Für das Projekt arbeitet das Start-up mit Alphabet, dem Fuhrpark-Manager von BMW zusammen. Die aufgezeichneten Daten sollen dazu beitragen, dass BMW besser versteht, wie die Fahrzeuge genutzt werden und welche Auswirkungen die Nutzung hat.


Der DOVU-Produktleiter Alex Morris erklärt gegenüber CoinDesk:

„Was wir tun ist im Wesentlichen, dass wir versuchen, eine kreisförmige Wirtschaft auf der DOVU-Plattform aufzubauen. [Fahrer] können Token verdienen, die sie später wieder für Dienstleistungen ausgeben können – zum Beispiel können sie Ersatzreifen oder ähnliches bekommen, indem sie das DOVU-System nutzen. Der Partner, in diesem Falle BMW, hat die Einstufung der Entlohnung festgelegt und diese ist in einem Smart Contract festgeschrieben. Solange die Bedingungen des Smart Contracts erfüllt sind, werden die Token ausgezahlt.“

DOVU-Test bei BWM

Laut Morris sind die gegenwärtigen automatischen Tracking-Systeme unzuverlässig und liefern nicht die gewünschten Informationen. Daher zeichnen in dem Pilot-Programm Fahrer von gemieteten und geliehenen Fahrzeugen ihre zurückgelegten Strecken auf. Diese speichert man wöchentlich auf der DOVU-Blockchain. Wichtig sind diese Daten, da die zurückgelegte Strecke der wichtigste Faktor für den Wiederverkaufswert von Fahrzeugen ist.

DOVUs Community Manager Max Lomuscio gibt bekannt, dass die erste Phase der Partnerschaft mit BMW bereits abgeschlossen ist. Auf den erfolgreichen Proof-of-oncept folgt nun die zweite Phase, der Praxistest mit echten Fahrern. Diese Phase wird weitere sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

Die Pläne von DOVU sind ehrgeizig: „Der Plan ist, ein allgegenwärtiges Belohnungssystem zu werden, das über mehrere Fahrzeuge funktioniert, eine vereinheitlichte Wallet für Token-Belohnungen zu entwickeln, die man in seinem BMW nutzen kann, um dann vielleicht ins Zweitfahrzeug zu springen und mehr Token zu verdienen, um diese dann innerhalb des Ökosystems auszugeben,“ so Morris. Darüber hinaus möchte das Start-up in Smart Citys zum Einsatz kommen. Dazu führt DOVU bereits Gespräche mit einigen Städten, um Verdienst- und Zahlungsmöglichkeiten beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln auszuloten.

Sowohl BMW als auch DOVU gehören zum MOBI-Konsortium. Der Zusammenschluss großer Teile der Automobilindustrie möchte der Blockchain in der Mobilitätsbranche zum Durchbruch verhelfen.

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