Blockchain-Plattform für Kleinkredite in Sierra Leone

Alexandra Kons

von Alexandra Kons

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alexandra Kons

Alexandra Kons hat Orient- und Asienwissenschaften, Deutsch als Fremdsprache und Arabistik studiert. Seit einigen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Thema Kryptowährungen.

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Kiva Blockchain Kredite Sierra Leone

Quelle: Shutterstock

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Das Nonprofit-Unternehmen Kiva startet nun eine Blockchain-Plattform für die Kredit-Bonitätsprüfungen in dem afrikanischen Sierra Leone. Kiva, das in San Francisco ansässige gemeinnützige Unternehmen, könnte so die Kreditvergabe in Sierra Leone nachhaltig effektiver gestalten. Die Regierung des Landes arbeitet bei diesem Projekt eng mit Kiva zusammen.

Kiva plant den Aufbau einer neuen Blockchain-Plattform für die Vergabe von Krediten in Sierra Leone. Die Blockchain-Initiative wurde von der Organisation und dem Präsidenten von Sierra Leone, Julius Maada Bio, gemeinsam ins Leben gerufen. In einem Reuters-Bericht vom 21. August kommt Julius Maada Bio zu Wort:

Dieser visionäre Schritt hier heute garantiert, dass Sierra Leone nicht von der globalen digitalen Wirtschaft ausgeschlossen ist.

Kiva ermöglicht bereits in 80 Ländern Kleinkredite. Aber Sierra Leone ist das erste Land, das Zugang zu einem von der Organisation entwickelten Online-Kreditsystem bekommen könnte. Die Plattform wird von der Regierung gesammelte biometrische Daten wie Fingerabdrücke verwenden. Über diese Daten läuft dann die Bonitätsprüfung für die Kreditnehmer ab. Schan Duff, Vice President of Strategy bei Kiva, dazu:

Ein nationales Identitätsprogramm würde hier die Grundlage für das Wachstum eines robusten Finanzdienstleistungs-Ökosystems bilden.

Dies könnte langfristig für mehr Sicherheit bei den Kreditgebern sorgen.

Kleinkredite über die Blockchain, digitale Brieftaschen für die Auszahlungen


Abgesehen von der Implementierung der Blockchain kommt noch eine weitere Krypto-Spezialität zum Einsatz: Die digitalen Brieftaschen. Die Kreditnehmer erhalten also eine eigene Wallet, deren Transaktionen in der Blockchain aufgezeichnet wird. Ferner läuft die virtuelle Geldbörse über eine unternehmenseigene App. Partner des Projekts sollen WLAN-Hotspots zur reibungslosen Nutzung der Wallet bereitstellen. Die WLAN Hotspots treffen einen sensiblen Nerv, denn in Sierra Leone haben lediglich 15 Prozent der Bevölkerung Zugang zu zuverlässigem Internet.

Darüber hinaus soll das Blockchain-Projekt noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Dies würde sicherstellen, dass die Einheimischen sich nicht mehr auf informelle Institutionen wie Gemeindebanken verlassen müssten. Über diese Organisationen sind Kredite oder die Weitergabe von Kreditinformationen nur über hohe Gebühren möglich. Eine Bewohnerin erklärte gegenüber Reuters:

Es ist sehr schwierig, Geschäfte zu machen, da wir kein Bankkonto und keine Möglichkeit haben, Kredite aufzunehmen. [Das Programm] würde uns helfen, da meine Mutter nicht einmal weiß, wie sie ihren Namen signieren soll – sie weiß nur, wie sie ihren Fingerabdruck verwenden soll.

Das Kleinkredit-Projekt von Kiva könnte also ein echter Erfolg in Sierra Leone werden.


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