Blockchain-Netzwerk wächst um Landesbanken – Helaba und BayernLB treten Marco Polo bei

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die Landesbanken der Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern, Helaba & BayernLB, sowie eine Dachorganisation der Sparkassenfinanzgruppe S-Servicepartner verkünden in dieser Woche ihren Beitritt zum Blockchain-Netzwerk Marco Polo. Die Handelsplattform bietet digitale Lösungen für die Finanzierung grenzübergreifender Lieferketten im internationalen Handel. Die Landesbanken wollen die Technologielösungen nun zunächst in Pilotprojekten testen. 

Blockchain-Lösungen werden für die Finanzierung globaler Handelsströme immer beliebter, denn die Technologien versprechen nicht nur eine Verschlankung komplexer Verwaltungsprozesse. Zudem sollen sie die Abwicklung internationaler Geschäfte transparenter und damit vor allem sicherer machen.

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Auch die Landesbanken Bayerns, Hessens und Thüringens, die ihrerseits eine Vielzahl exportorientierter mittelständischer bis hin zu global aktiven Unternehmen unter ihren Kunden wissen, wollen diese Potentiale nun für sich nutzen.

Wie die Helaba und die BayernLB gemeinsam mit S-Servicepartner, einer Dachorganisation der Sparkassenfinanzgruppe an diesem Donnerstag, dem 25. April, in einer Pressemitteilung verkünden, sind sie die jüngsten Mitglieder des Blockchain-Netzwerks Marco Polo. Dieses entwickelt digitale Lösungen für die Finanzierung des internationalen Handels entlang globaler Lieferketten.

Die Blockchain-Plattform von Marco Polo vernetzt teilnehmende Banken und Unternehmen untereinander. Dabei bietet das Netzwerk sowohl Bezahllösungen als auch einen digitalen Zugang zu Zulieferern, Versicherungen oder Logistikanbietern. Dieses Angebot wollen die Banken nun ihren Kunden öffnen:

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Die Teilnahme am Marco-Polo-Netzwerk ist eine maßgebliche Erweiterung unseres digitalen Lösungsangebots, von dem unsere Kunden profitieren. Handelsfinanzierungen können auf diesem Weg sicher und transparent abgewickelt werden und Marco Polo erhöht die Effizienz für alle Beteiligten […]. Das bietet unseren exportorientierten Kunden einen echten Mehrwert,

beschreibt Florian Seitz, Leiter der Abteilung Trade & Export Finance bei der BayernLB, die Motivation der drei Bankenorganisationen hinter dem Beitritt. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, wollen die Landesbanken die Technologielösungen nun zunächst in Pilotprojekten testen.

Marco-Polo-Netzwerk wächst stetig

Mit ihrem Beitritt in dieser Woche sind die Kreditinstitute hierzulande indes nicht allein. Bereits im November vergangenen Jahres hatte sich mit der Landesbank Baden-Württemberg LBBW das größte Spitzeninstitut deutscher Sparkassen den Gründungsmitgliedern des noch jungen Marco-Polo-Netzwerks angeschlossen.

Dieses war erst 2017 von der Technologiefirma TradeIX in Kooperation mit zahlreichen internationalen Großbanken ins Leben gerufen worden. Seitdem wächst das Netzwerk, das die Distributed-Ledger-Technologie Corda aus dem Haus des Fintech-Konsortiums R3 nutzt, stetig. So gibt das Unternehmen heute an, die weltweit größte Arbeitsgemeinschaft im Finanzsektor zu sein. Zu seinen Mitgliedern zählen neben BNP Paribas oder ING auch Dankse Bank oder die Commerzbank.


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