Katz und Maus Bitcoin Mixer Helix in Erklärungsnot: 60 Millionen US-Dollar Strafe festgesetzt

Robin Wolf

von Robin Wolf

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Robin Wolf

Robin Wolf beendete 2017 sein Studium der Psychologie an der Universität Wien und begann noch im selben Jahr seine Arbeit als Schriftsteller für Kryptowährungen. Dort realisiert er die Verschmelzung seiner Faszination für Technologie, Finanzen, Marktpsychologie und Sprache.

Bitcoin Münze wird von Menschen mit Maske hochgehalten.

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Schlechte Nachrichten für Liebhaber der finanziellen Privatsphäre: Die US-amerikanischen Behörden wollen den Krypto-Markt regulieren. Nun wurde der Betreiber des Bitcoin Mixers Helix zu einer satten Geldstrafe verurteilt.

In einer offiziellen Pressemitteilung vom 19. Oktober berichtet FinCEN (kurz für Financial Crimes Enforcement Network) von einer Geldstrafe in Höhe von 60 Millionen US-Dollar sowie laufendem Strafverfahren gegen den Bitcoin Mixer Helix.

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Dem Gründer, Verwalter und Hauptbetreiber der Plattform, Larry Dean Harmon, werden Geldwäsche und Betrieb eines nicht lizenzierten Geldgeschäfts vorgeworfen. Seine Projekte Helix (2014-2017) und Coin Ninja (2017-2020) anonymisierten über 311 Millionen US-Dollar durch mehr als eine Millionen verschiedene Bitcoin-Transaktionen und verstießen somit unter anderem gegen den sogenannten Bank Secrecy Act (kurz BSA).

Dieser besagt, dass finanzielle Institutionen dazu gezwungen sind, US-amerikanische Behörden bei der Aufdeckung und Verhinderung von Geldwäsche zu unterstützen. Dazu gehören eine gesetzeskonforme Legitimationsprüfung der Kunden, die Aufzeichnung von Transaktionen und das Melden von verdächtigen Aktivitäten. All das war aufgrund fehlender Lizenz seitens Helix und Coin Ninja nicht möglich.

Ordnung im Wilden Krypto-Westen

Mixer sind auch unter Namen wie Tumbler oder Blender bekannt. Diese ermöglichen es, die Spuren von Geldflüssen zu verschleiern und erhöhen somit die Privatsphäre. Dienste wie Helix sammeln Bitcoin-Überweisungen von verschiedenen Adressen und mischen sie. Danach werden diese in Kleinbeträge aufgeteilt und an Adressen gesendet, die der Einzahler davor angab.

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Das ist per se nicht illegal. Wenn man sich jedoch zusammen mit Kriminellen daran beteiligt und Geldwäsche fördert oder ermöglicht, ändert sich ganz schnell die Lage. Denn amerikanische Behörden entscheiden, dass alle Dienstleistungen, die Transaktionen für Geldwäsche erledigen, illegal sind. Anschuldigungen, die man Larry Dean Harmon vorwirft und welche im Laufe des aktuellen Strafverfahren weiterhin untersucht werden.

Darknet-Werbung schafft Erklärungsnot

Dabei kann ihm seine aggressive PR-Strategie zum Verhängnis werden. Im Darknet präsentierte der Amerikaner seine Dienstleistungen als anonymen Zahlungsweg für den Erwerb von Waffen, Drogen und sogar Kinderpornographie. Es ist deshalb nicht ohne Grund, dass einige Krypto-Börsen alle Adressen, die mit Bitcoin Mixern in Verbindung stehen, blockieren.

Vor allem werden hier jedoch jegliche Behörden hellhörig. Diese sind immer entschlossener, Gesetz und Ordnung in den Wilden Krypto-Westen einzuführen. Erst vor kurzem beauftragte die IRS (kurz für Internal Revenue Service) die Firma Chainalysis, um den Code privater Kryptowährungen wie Monero zu knacken. Ein Vertrag, der die IRS 625.000 US-Dollar kostete.

Im Jahre 2020 trudelten auch die ersten Strafen gegen Gesetzeswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem ICO-Boom von 2017 ein. Unter anderem wurden hier Celebrities wie Steven Seagal und Rapper T.I. zu Geldstrafen verurteilt. Auch einige Firmen traf es. Aufgrund mangelnder Registrierungen von ICOs wurden Firmen wie Salt und BitClave dazu angewiesen, Rückerstattungen gegenüber ihren Investoren durchzuführen.

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