Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur

Quelle: Shutterstock

US-Behörden überführen Helix-Betreiber Bitcoin Mixern auf der Spur

US-Behörden gelang es, den Betreiber des Bitcoin Mixing Service Helix und der Darknet-Suchmaschine Grams festzunehmen. Der Vorfall zeigt, dass Kriminelle dazu neigen, Bitcoin zu überschätzen.

Bitcoin Mixer, auch als Tumbler bekannt, versprechen Anonymität. Nutzer dieser Services können ihre Transaktionen aufteilen lassen, die Mixer mischen sie dann mit anderen Transaktionen und versuchen so, die Spuren der Geldflüsse zu verwischen. Doch auch die Bitcoin Mixer sind offenbar nicht immer sicher.

Bitcoin Mixer Helix nicht sicher

Das zeigt ein aktueller Fall aus den USA. Laut einer Mitteilung des Bundesgerichts Cleveland sieht sich dort ein Mann der Anklage gegenüber, Kryptowährungen im Gegenwert von 311 Millionen US-Dollar mit seinem selbst betriebenen Bitcoin Mixer Helix gewaschen zu haben.

Der Angeklagte soll damit die Geldwäsche im Zusammenhang mit Darknet-Schwarzmärkten ermöglicht haben. Sein Bitcoin Mixer soll insgesamt 354.468 Bitcoin-Einheiten gewaschen haben. Ganz sauber wurden sie offenbar nicht. So konnten die Behörden feststellen, dass die BTC durch die Onlinemärkte AlphaBay, Agora Market, Nucleus und DreamMarket geflossen sind.


Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Um die Geldflüsse nachzuvollziehen, habe ein FBI Agent 0,16 BTC von einer AlphaBay Wallet an den Bitcoin-Mixing-Service gesendet. Der Angeklagte sei sich der Gefahr bewusst gewesen und habe den Betrieb von Helix und der Darknet-Suchmaschine Grams vorerst eingestellt. Den Behörden gelang es dennoch, ihn festzunehmen.

So nahm die US-Bundessteuerbehörde den Beschuldigten am 6. Februar fest und durchsuchte seine Wohnräume. Auch sein Feriendomizil in Belize nahmen die Behörden unter die Lupe. Nun muss sich der Angeklagte für Verschwörung zur Geldwäsche, dem unerlaubten Betrieb eines Geldtransfer-Unternehmens sowie dem unlizensierten Geldtransfer verantworten.

Sollte er schuldig gesprochen werden, stehen ihm Strafen im dreistelligen Millionenbereich und die Beschlagnahmung seiner Grundstücke bevor. Laut Gerichtsmitteilung drohen ihm außerdem mehrere Jahre Haft.

Behörden schließen auf

Galt Bitcoin zu seinen Anfangszeiten noch als vermeintlich geeignetes Instrument für illegale Aktivitäten, rüsten die Strafverfolgungsbehörden seitdem immer mehr auf. So gelang es etwa Behörden im Oktober 2019, den bisher größten Darknet-Ring für Kinderpornographie hochzunehmen. In internationaler Zusammenarbeit gelang es Ermittlern, die Betreiber dingfest zu machen – dank der Transparenz der Bitcoin Blockchain.

Entsprechende Bemühungen dürften sich in Zukunft verstärken. So wurde am 11. Februar bekannt, dass die Trump-Administration plant, die Ausgaben in der Krypto-Strafverfolgung zu erhöhen.

Auch die Europäische Strafverfolgungsbehörde Interpol hat Bitcoin Mixer im Visier. Bereits im März 2019 hat Interpol mit BestMixer.io einen der größten Bitcoin Tumbler stillgelegt.

Mehr zum Thema:

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
IOTA findet Sündenbock: MoonPay schuld an Trinity Hack
Altcoins

Die Achillesverse der Trinity Wallet lag nicht im Code der Wallet, sondern beim Bezahldienst MoonPay. Das geht aus einem Update der IOTA Foundation zum Trinity Hack hervor. Unterdessen hat die Foundation neue Desktop- und Mobilversionen veröffentlicht – ohne MoonPay-Integration. Nutzerinnen und Nutzer müssen vorerst dennoch auf der Hut bleiben – und das Tangle bleibt unterdessen eingefroren.

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
IOTA veröffentlicht Trinity Update, Coordinator bleibt vorerst abgeschaltet
Altcoins

Aufatmen für IOTA Hodler: Das Sicherheitsleck in der Trinity Wallet konnte behoben werden. Eine neue Desktop-Version der Wallet steht zum Download bereit – der Coordinator bleibt allerdings bis auf Weiteres im künstlichen Koma.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
Ethereum, Ripple und Iota – Schafft IOTA das Comeback?
Kursanalyse

Die Kurs-Rallye bei allen drei analysierten Altcoins pausiert vorerst und lässt die Kurse von Ripple (XRP) und Iota (IOTA) in Richtung des EMA200 zurückkommen. Ethereum (ETH) stemmt sich weiterhin gegen die Kurskorrektur am Gesamtmarkt und wirkt weiter bullish.

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
Adaptions-Boost für Dash?
Altcoins

Dash kann künftig bei noch mehr Anbietern mit Kreditkarte gekauft werden. Das ermöglicht eine Kooperation mit dem israelischen FinTech Simplex. Simplex kann mit Binance, Kucoin und OKEx einige Schwergewichte unter den Bitcoin-Börsen zu seinen Partnern zählen.

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
Zwischen gefährlicher Mining-Alternative und attraktiver Ertragsquelle
Kommentar

Die Zinsen für Anleihen purzeln weiter in den Keller und es wird immer schwieriger, planbare Renditen zu erzielen. Entsprechend verwundert es nicht, dass das sogenannte Staking immer mehr Investoren anlockt. Anstatt aufwändiges Mining betreiben zu müssen, reicht es beim Staking, seine Kryptowährungen dem Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Als Gegenleistung können sich Staker über attraktive Zinserträge in der jeweiligen Kryptowährung freuen. Die Binsenweisheit, dass man aufpassen muss, wenn sich etwas zu gut anhört, um wahr zu sein, sollte auch Staking-Enthusiasten eine Warnung sein. Warum Staking zwar eine gute Idee ist, man sich aber auch über die Fallstricke im Klaren sein sollte. Ein Kommentar.

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur
Bitcoin-Kurs in Lauerstellung
Märkte

Der Bitcoin-Kurs konnte sich vom Einbruch am 20. Februar noch nicht gänzlich erholen. Mit aktuell 9.700 US-Dollar reißen sich Bären und Bullen um die Vorherrschaft am Krypto-Markt. Das muss passieren, damit die Bullen den Kampf für sich entscheiden.

Angesagt

Studie: Big Techs mischen den Finanzsektor auf
Regulierung

Die großen Technologie-Konzerne der Welt übernehmen immer mehr Anteile im internationalen Zahlungsverkehr und etablieren sich zunehmend im Finanzsektor. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde hat nun die Risiken und Chancen dieser Entwicklung in einem Bericht zusammengefasst.

Wie stabil ist das Netzwerk?
Ethereum

Bald soll es zu Ethereum 2.0 kommen. Ist im Rahmen einer neuen Hard Fork mit großen Unsicherheiten im Ether-Ökosystem zu rechnen? Die Vergangenheit zeigt: wohl kaum.

1.300 US-Dollar für einen Bitcoin
Szene

Es gibt frischen Wind im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox. Denn der Hedgefonds Fortress unterbreitete Anspruchshaltern ein weiteres Angebot.

PayPal-Gründer will 30 Prozent der BTC Hash Rate kontrollieren
Mining

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen Layer1 plant, 30 Prozent der Hash Rate im BTC-Netzwerk einzunehmen. Die ambitionierten Pläne des Unternehmens werden bereits von Geldgebern unterstützt.

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Bitcoin, Bitcoin Mixern auf der Spur