Alarmstufe SEC Steven Seagal muss wegen ICO-Werbung in die Tasche greifen
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Steven Seagal

Quelle: BTC-ECHO | CMK

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Ex-Hollywoodstar und Zen-Meister Steven Seagal hat für einen ICO die Werbetrommel gerührt, dabei jedoch offensichtlich die Einnahmen seines Dienstes nicht angegeben. Die SEC hat entsprechend reagiert und eine Strafzahlung veranlasst.

Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat dem Schauspieler und Kampfsportler Steven Seagal eine Strafzahlung auferlegt, weil er ein Initial Coin Offering (ICO) beworben hat. Seagal hatte der Kommission offensichtlich nicht angegeben, dass er seine Werbedienste für das Bitcoin-Pendant nicht unentgeltlich verrichtet hat. Nun muss der Ex-Hollywoodstar die stattliche Summe von 330.000 US-Dollar aufbringen.

Wie Bitcoin, nur besser


Seagal wurde 2018 vom ICO-Projekt Bitcoiin2Gen (B2G) beauftragt, die Werbetrommel für die Kryptowährung über seine sozialen Medienkanäle zu rühren. Glaubt man dem Wortlaut der Homepage, hat der Actionstar sein Gesicht für ein durchaus ambitioniertes Projekt hergegeben:

Die Inspiration von Bitcoiin2Gen war es, eine bessere und fortschrittlichere Version von Original Bitcoin herzustellen.

Den Werbedienst ließ sich Seagal gut bezahlen. Insgesamt eine Million US-Dollar soll Seagal vom Besser-als-Bitcoin-Projekt erhalten haben. Die Vergütung hat sich in eine Barzahlung von 250.000 US-Dollar und 750.000 US-Dollar in B2G Token aufgeteilt.

Dass Zen-Meister Seagal seine Dienste als Markenbotschafter nicht ehrenamtlich oder aus bloßer Überzeugung angeboten hat, ist nicht weiter verwunderlich. Dennoch hätte er diese Dienste kenntlich machen müssen. In dem entsprechenden SEC-Dokument heißt es:

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Etwa vom 12. Februar 2018 bis zum 6. März 2018 warb Seagal, ein bekannter Hollywood-Schauspieler und Produzent, in den sozialen Medien für ein Wertpapier, das in einem Initial Coin Offering (ICO) angeboten und verkauft wurde, ohne offenzulegen, dass der Emittent ihn für die Werbeaktionen bezahlt hat.

In dem Zeitraum erhielt Seagal für seine Posts über die „Bitcoin-ähnliche“ Kryptowährung 157.000 US-Dollar. In diesen hätte er jedoch für jeden ersichtlich anzeigen müssen, dass es sich um Werbung handelt. Daher muss der Schauspieler diesen Betrag nun zusätzlich zur Geldbuße und Zinsen zurückzahlen. In der Summe beläuft sich die Strafzahlung somit auf rund 330.000 US-Dollar.

Die SEC sollte im Umgang mit Seagal aber Vorsicht walten lassen. Schließlich hat er sich als Träger des 7. Dans in Aikidō bereits durch die halbe Filmlandschaft geprügelt und gerne die Fäuste für sich sprechen lassen.

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