Eine gefälschte Staking-Plattform hat in Südkorea mindestens 71 Anleger um insgesamt 3,4 Millionen XRP gebracht. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf rund 8,5 Millionen US-Dollar, könnte im Zuge der laufenden Ermittlungen aber noch auf bis zu 19 Millionen US-Dollar steigen. Zwei der mutmaßlichen XRP-Diebe sitzen bereits in Untersuchungshaft, nach einem dritten Verdächtigen wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.
Die Betrüger hatten zwischen dem 16. und 23. Oktober 2025 eine Website betrieben, die sich als Angebot des echten Flare Network ausgab. Krypto-Anlegern versprachen sie monatliche Renditen von “1,5 bis 1,8 Prozent”, sofern diese ihre XRP auf der Plattform hinterlegten. Um seriös zu wirken, streute die Gruppe Werbung über Naver-Blogs, vermeintliche Nachrichtenartikel, Wikipedia und YouTube. Anschließend verschwanden die eingezahlten Token offenbar in den Wallets der Täter.
Keine Gnade mehr für Krypto-Betrüger
Die Cybercrime-Einheit der Seouler Polizei kündigte ein hartes Vorgehen an. Man werde Krypto-Betrug mit einer “Null-Toleranz-Politik” verfolgen, erklärte ein Beamter. Der XRP-Fall reiht sich in eine wachsende Zahl professionell organisierter Betrugsmodelle ein: Chainalysis schätzt die weltweiten Verluste durch Krypto-Scams im Jahr 2025 auf bis zu 17 Milliarden US-Dollar. Besonders häufig setzen Kriminelle mittlerweile auf Identitätsdiebstahl und KI-gestützte Täuschung.
Unterdessen verzeichnen die US-amerikanischen XRP-Indexfonds weiterhin Nettozuflüsse. Das verwaltete Vermögen Spot ETFs liegt aktuell bei rund 683,66 Millionen US-Dollar, wie Daten von SoSoValue bestätigen. Marktführer in dem Bereich ist Bitwise vor Canary Capital und Franklin Templeton. BlackRock und Fidelity, die dominanten Bitcoin-ETF-Player, haben bislang kein XRP-Produkt gelauncht.
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