Vitalik Buterin: Millionen Transaktionen pro Sekunde dank Sharding und Plasma möglich

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: Cryptocurrency ethereum digital money and global network connection abstract background design illustration via Shutterstock

Im Zuge einer YouTube-Diskussion mit OmiseGo hat sich der Erfinder von Ethereum, Vitalik Buterin, über die Zukunft der Transkationsmenge auf seiner Blockchain geäußert. Dabei erklärte er die Möglichkeiten von Sharding und Plasma.

Das langfristige Ziel für öffentliche Blockchain-Netzwerke besteht laut Vitalik Buterin darin, Milliarden von Transaktionen pro Sekunde zu skalieren. Dies würde weitere Technologien erfordern und wäre auch gar nicht von den Nutzern gewollt. Dagegen schätzt er Millionen von Transaktionen mit technischen Verbesserungen als machbar ein.

Sharding…

Die Diskussion mit OmiseGo, in dessen Beirat u. a. Vitalik Buterin tätig ist, sollte es vor allem darum gehen, wie sich Plasma und Sharding miteinander verbinden lassen, um eine höhere Transaktionskapazität zu erreichen.

Bereits Ende April hatte Buterin eine neue Technik angekündigt, die das Skalierungsproblem Ethereums lösen könnte: Sharding. Dabei handelt es sich um ein Aufteilen des Mainnets in verschiedene Shards (Splitter). Zeitgleich laufen diese dann auf verschiedenen Servern und vereinfachen so das Skalieren des Netzwerks. Aktuell kann die Ethereum-Blockchain 15 Transaktionen pro Sekunde unterstützen. Durch Software-Verbesserungen könnte sie diese Zahl auf 100 erhöhen. Sharding soll die Anzahl der unterstützten Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain nochmal um ein Vielfaches erhöhen. Buterin erklärt die erste Version dieser Technologie, die er „quadratisches Sharding“ nennt, folgendermaßen:

„Wenn jeder Computer pro Sekunde n Dinge machen kann, haben wir n Shards, und dann hat jeder Shard n Transaktionen. Grundsätzlich wird ein Computer alle Shards verarbeiten müssen, was n Arbeitseinheiten sind, ein Shard ist ebenfalls eine Arbeitseinheit, sodass man ein Netzwerk aus diesen Computern erstellen kann. Aber das Netzwerk selbst hat insgesamt n Kapazitäten im Quadrat. Wenn man die Konstanten anschließt, kann man zu etwa 100 Shards gelangen, wobei jeder der Shards über diese Kapazität verfügt, sodass man möglicherweise 10.000 Transaktionen pro Sekunde erhält.“


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Danach könne man jedoch auch noch zu „superquadratischem Sharding“ übergehen, das diese Struktur über sich selbst schichtet. So erhalte man eine Skalierbarkeit, die in die Millionen gehen könnte. Die Anzahl der Benutzer sowie bestimmte Sicherheitseigenschaften geben der Skalierbarkeit jedoch eine natürliche Obergrenze, führt Buterin weiter aus.

… + Plasma = Millionen Transaktionen pro Sekunde

Die Second-Layer-Lösung Plasma kann eine große Anzahl an Transaktionen on-chain verarbeiten, indem sie viele Transaktionen in einer einzigen Transaktion zusammenfasst. Gemeinsam mit dem beschriebenen Sharding soll Plasma dafür sorgen, dass die über die Ethereum-Blockchain realisierten Transaktionen in Millionenhöhe verarbeitet werden können. Das reiche dann aber auch, meint Buterin:

„Also, ich denke, dass eine ungefähre Zahl im Bereich von wenigen Millionen eine Art Schnittpunkt dessen ist, was mit technischen Verbesserungen zu erreichen ist und auch irgendwie die Obergrenze dessen, was die Leute wollen.“

Wann es jedoch so weit sein könnte, dass ein erstes Sharding stattfindet, erwähnte Buterin nicht. Hybrid Casper befindet sich allerdings bereits in der Endphase des Tests und das Metropolis-Upgrade könnte in etwa drei Monaten abgeschlossen werden. Wenn alles planmäßig abläuft, könnte man also im nächsten Jahr schon mit dieser enormen Anzahl an Transaktionen pro Sekunde rechnen.

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