Vitalik Buterin hat sich erneut die wachsende Kritik an der Ethereum Foundation gestellt. In den vergangenen Monaten wurde der Organisation immer häufiger vorgeworfen, zu wenig für den ETH-Kurs und die öffentliche Wahrnehmung von Ethereum zu tun. Buterin erklärte nun, dass die Ethereum Foundation weiterhin bewusst auf Neutralität setze und nicht zum zentralen Machtzentrum des Netzwerks werden solle.
Laut Buterin liege der Fokus der Stiftung weiterhin auf Open-Source-Entwicklung, Cybersicherheit, Forschung und der langfristigen Dezentralisierung des Netzwerks. Dabei solle die Kryptowährung nicht in erster Linie mit anderen Blockchains um möglichst hohe Transaktionszahlen konkurrieren. Die Foundation verstehe sich vielmehr als Teil des Netzwerks und nicht als dessen zentrale Steuerungsinstanz.
Vitalik Buterin verteidigt die Ethereum Foundation
Die Aussagen kommen in einer schwierigen Phase für Ethereum. Der ETH-Kurs notiert aktuell bei rund 2.107 US-Dollar und damit weiterhin deutlich unter dem Allzeithoch von fast 4.950 US-Dollar aus dem August 2025. Zudem sorgten zuletzt mehrere große Verkäufe von ETH-Beständen sowie personelle Abgänge innerhalb der Ethereum Foundation für Diskussionen innerhalb der Community.
Buterin erklärte zudem, dass die Foundation aktuell nur rund 0,16 Prozent aller im Umlauf befindlichen ETH halte. Andere Krypto-Stiftungen würden dagegen häufig zehn bis 50 Prozent ihrer eigenen Token kontrollieren.
“Und so hat sich die EF (Ethereum Foundation) heute dazu entschlossen, ihre verbleibenden Ressourcen darauf zu verwenden, Langfristigkeit vor Breite zu stellen (ja, das bedeutet, dass wir weniger ETH verkaufen). Die EF konzentriert sich speziell auf jene Aktivitäten, die für den Erfolg von Ethereum als zensur- und vereinnahmungsresistentes, offenes, privates und sicheres System entscheidend sind und die andernfalls nicht stattfinden würden”, erklärt Buterin bei X.
Zuletzt verkaufte die Foundation 10.000 ETH an Tom Lees BitMine. Der Gesamtwert der Transaktion lag bei rund 22,9 Millionen US-Dollar und sorgte erneut für Kritik.
