USA: Ripple bezahlt Lobbyisten mit XRP

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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In Washington D.C. wächst die Lobby für Bitcoin, Ethereum & Co. Eine neue Gruppierung hat sich nun unter der Federführung von Ripple zusammengefunden. Gemeinsam will man Regulatoren wie die US-Börsenaufsicht SEC zu krypto-freundlichen Entscheidungen bewegen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Der Name soll Programm sein: Die „Koalition zur Wahrung von Amerikas Internet des Wertes“ (Securing America’s Internet of Value Coalition) hat sich zusammengefunden, um den Gesetzgebern in Washington D.C. auf die Finger zu schauen – und selbige zum Unterzeichnen krypto-freundlicher Gesetze zu bewegen. Die Koalition setzt sich aus FinTech-Unternehmen aus dem Raum San Francisco zusammen. Bei ihrem prominentesten Mitglied handelt es sich um die Blockchain-Firma und XRP-Erschafferin Ripple Labs Inc. Die Gruppierung um Ripple arbeitet mit den überparteilichen Lobby-Experten der Klein/Johnson Group zusammen.

Der Fokus der Lobbyarbeit soll dabei auf der Einflussnahme auf die Securities and Exchange Commission (SEC) sowie die Steuerbehörde IRS liegen. Es gebe noch viel Aufklärungsbedarf, meint Ripple-Mitbegründer und -CEO Chris Larsen:

„Wir verstehen, dass es wirklich kompliziert ist, und es gibt eine Menge Falschinformationen da draußen. Das Gute ist, dass in D.C. ein reges Interesse für das Thema besteht“,


so Larsen gegenüber Bloomberg.

Ripple brennt das Thema der Regulierung besonders unter den Nägeln. Die SEC hat nämlich noch nicht entschieden, in welche Kategorie – Anleihe oder Utility Token – der hauseigene XRP fallen sollte. Sollte dieser als Security (also als Wertpapier) eingestuft werden, hätte das ein enger geschnürtes Regulierungskorsett zur Folge als bei einer Einstufung als Utility Token.

Ripple lässt XRP springen – mit Kalkül

Um SEC & Co. von einer krypto-freundlichen Haltung zu überzeugen, lässt die Koalition auch ein entsprechendes Lobbyistengehalt springen. So sollen Klein und Johnson umgerechnet rund 21.500 Euro (25.000 US-Dollar) erhalten. Doch damit nicht genug: Als Kirsche auf dem Sahnehäubchen platzieren Ripple & Co. noch 10.000 Einheiten XRP – bei aktuellem Kurs etwa 4.680 Euro. Dahinter steckt durchaus Kalkül: Chris Larsen gefällt nämlich der Gedanke, dass seine Lobbyisten selbst etwas auf dem Spiel stehen haben:

„Es gibt ihnen einen Vorteil und ein Risiko. Hoffentlich gibt es ihnen einen überzeugenden Eindruck von der Branche.“

Bei der Gruppierung, zu der neben Ripple auch die Start-ups Coil, Hard Yaka und PolySign gehören, handelt es sich um die zweite ihrer Art in Washington D.C. Bereits Anfang September hat sich mit der „Blockchain Association“ eine ähnliche Lobby gebildet – mit namhaften Vertretern wie Coinbase und Circle. Diese hatte seinerzeit den Anspruch erhoben, die führende Lobbyorganisation für Krypto-Fragen zu werden.

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