Rallye oder Todesstoß? 

US-Arbeitsmarktzahlen überraschen: Was die schwachen Jobdaten für Bitcoin bedeuten

Die US-Wirtschaft verliert überraschend 23.000 Jobs. Was die schwachen Arbeitsmarktdaten für die Fed, Bitcoin und den Krypto-Markt bedeuten.

Johannes Dexl
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Bitcoin-Münze transparent vor einer Anzeigetafel an der Börse

Beitragsbild: Shutterstock

| Kann BTC von den neuen Arbeitsmarktdaten profitieren?

Der US-Arbeitsmarkt hat im Juli überraschend deutlich an Schwung verloren. Außerhalb der Landwirtschaft gingen 23.000 Stellen verloren, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Stellenplus von rund 80.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank überraschend auf 4,1 Prozent, nachdem 4,2 Prozent erwartet worden waren.

US-Arbeitsmarkt kühlt sich deutlich ab

Noch deutlicher wird die Schwäche beim Blick auf die Revisionen der Vormonate. Das Stellenplus für Juni wurde von 57.000 auf nur noch 20.000 Jobs nach unten korrigiert, für Mai von 129.000 auf 63.000. Zusammengenommen wurden damit 103.000 Stellen weniger geschaffen als bislang angenommen. Auch der Lohndruck ließ nach: Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vorjahr noch um 3,2 Prozent.

Damit liefert der Bericht der US-Notenbank Argumente gegen eine weitere geldpolitische Straffung. Vor Veröffentlichung der Daten hatten die Märkte noch eine Wahrscheinlichkeit von rund 55 Prozent für eine Zinserhöhung im September eingepreist. Ein deutlich schwächerer Arbeitsmarkt könnte diese Erwartungen nun dämpfen. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach Veröffentlichung der Zahlen nach.

Bitcoin steigt über 65.000 US-Dollar

Die erste Reaktion am Krypto-Markt fiel entsprechend positiv aus. Bitcoin stieg nach Veröffentlichung der Daten über die Marke von 65.000 US-Dollar. Für den breiten Krypto-Markt sind schwächere Arbeitsmarktdaten zunächst positiv, sofern sie die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen reduzieren. Eine weniger restriktive Geldpolitik kann den US-Dollar und die Anleiherenditen belasten und damit die Nachfrage nach Risiko-Assets unterstützen.

Sollte sich die Abkühlung des Arbeitsmarktes allerdings zu einer ausgeprägten Konjunkturschwäche entwickeln, könnte dieser Effekt kippen. Zunächst interpretiert der Krypto-Markt die überraschend schwachen Zahlen jedoch positiv – wie der Sprung von Bitcoin über 65.000 US-Dollar zeigt. Auch Cardano kann währenddessen stark zulegen: Wale trieben ADA zuletzt auf über 0,2 US-Dollar.

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