Die Plattform X hat die mutmaßlichen Betreiber mehrerer Bitcoin-Accounts verklagt. Sie sollen sich über das Programm zur Umsatzbeteiligung für Creator mindestens 207.384 britische Pfund erschlichen haben, umgerechnet rund 278.000 US-Dollar. Die Klage ging am 17. September beim High Court of England and Wales ein, X hat die Klageschrift veröffentlicht.
Neben weiteren, noch unbekannten Personen beschuldigt X vor allem Vivek Kumar Sen und Zamyang Sherpa. Der Vorwurf: Das Gespann steuerte mehrere Konten parallel zur systematischen Reichweitenmanipulation, indem die Profile sich gegenseitig pushten und teils identische Posts verbreiteten. Als Beispiel nennt die Klage den 5. August, an dem @Vivek4real_ und @TrendingBitcoin inhaltlich fast gleiche Posts im Zeitabstand von elf Sekunden absetzten.
Sechs Accounts, zwei Beschuldigte
Konkret geht es um die Accounts: @Vivek4real_, @Bitcoin_Teddy, @saylordocs, @TrendingBitcoin, @Kalshibacktest und @PolyBackTest. Über die hinterlegten Stripe-Konten ordnet X die ersten drei Sen zu, die übrigen drei Sherpa. Weitere Accounts, darunter @BTC_Vibes und @MrSuperBitcoin, sollen die Beiträge gezielt verstärkt haben. X hatte die Konten bereits am 18. August gesperrt.
Zusätzlich fordert X mindestens 75.000 Pfund für entstandene Ermittlungs- und Folgekosten. Die beiden Beschuldigten, Sen und Sherpa, schwiegen bislang zu den Vorwürfen, für die es bislang keine rechtskräftige Bestätigung gibt
Das besagte System existiert heute nicht mehr. X zog am 7. September den Stecker und ersetzte es bereits am nächsten Tag durch ein neues Modell namens „Original Content Rewards“.
