Blockchain-Umbau 

Krypto-Projekt gibt eigene Blockchain auf und wechselt zu Solana

Das Netzwerk für Interoperabilität wird zur KI-Plattform. Der Umbau hat weitreichend Konsequenzen für ZetaChain.

Jan-Malte Minnerup
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Eine Solana-Münze vor blauem Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| Nach der Migration soll Solana die technische Infrastruktur des ZETA-Tokens werden

Eine eigene Blockchain gilt für viele Krypto-Projekte als wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Die Community von ZetaChain hat sich jedoch jetzt dazu entschieden, die eigene Layer-1 einzustellen und den ZETA-Token stattdessen auf Solana zu migrieren.

ZetaChain-Community stimmt für Solana

Insgesamt beteiligten sich 263,65 Millionen ZETA an der Proposal-68-Abstimmung, was fast 60 Prozent aller gestakten Token entspricht und damit deutlich mehr als die notwendigen 40 Prozent. Zudem fiel das Ergebnis mit einer 99,44-prozentigen Zustimmung ausgesprochen deutlich aus.

Der grundsätzliche Weg für einen der größten Umbauten in der Geschichte des Projektes ist somit freigegeben. Sobald die Migration abgeschlossen ist, soll Solana zur neuen Heimat von ZETA werden und die bisherige Layer-1 von ZetaChain schrittweise ihren Betrieb einstellen. An der Gesamtmenge der Token sowie dem Ticker soll sich dadurch allerdings nichts ändern.

Warum ZetaChain die eigene Blockchain aufgibt

Hinter dem ungewöhnlichen Schritt steckt eine strategische Neuausrichtung des Projekts. Ursprünglich war ZetaChain als interoperable Layer-1 auf Basis des Cosmos SDK angetreten, um unterschiedliche Blockchains miteinander zu verbinden. Durch die neue KI-Plattform Anuma ist eine neue Anwendung zur Bündelung verschiedener Chat-Modelle in das Zentrum des Geschäfts gerückt.

Die erst im Februar gestartete KI-Anwendung zählt nach Unternehmensangaben mittlerweile mehr als 300.000 Nutzer und benötigt keine eigene Layer-1. Vielmehr soll sie künftig von der technischen Infrastruktur bei Solana mit schnellen Transaktionen, niedrigen Gebühren und der dort insgesamt wachsenden Infrastruktur für KI-Anwendungen und autonome Agenten, profitieren. In einer zweiten Governance-Abstimmung wird später noch festgelegt, wann der Umzug letztlich stattfinden wird.

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