Gewagte These 

Cardano-Gründer: “Krypto könnte KI in den kommenden Jahren verschlingen”

Charles Hoskinson erwartet einen grundlegenden Wandel bei KI. Krypto könnte dabei eine viel größere Rolle spielen als bislang gedacht.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Cardano-Gründer Charles Hoskinson

Beitragsbild: picture alliance

| Mit seinen Aussagen sorgt Charles Hoskinson immer wieder für Aufmerksamkeit

Künstliche Intelligenz zieht immer mehr Kapital und Rechenleistung an, was längst auch im Krypto-Sektor zu spüren ist. Mehrere Bitcoin-Miner bauen Teile ihrer Infrastruktur für KI um, weil sich damit derzeit attraktivere Geschäfte machen lassen. Einige Marktbeobachter sehen darin einen Grund dafür, warum Kryptowährungen trotz der jüngsten Erholung noch hinter früheren Höchstständen zurückbleiben.

Charles Hoskinson glaubt allerdings nicht, dass KI der Krypto-Welt dauerhaft den Rang abläuft. In den kommenden fünf bis zehn Jahren könnten Blockchain und Kryptowährungen immer stärker in die KI-Infrastruktur hineinwachsen.

Krypto soll zur Grundlage für KI werden

Hinter seiner Aussage steckt die Frage, wie sich KI künftig betreiben und bezahlen lässt, ohne immer größere Rechenzentren bauen zu müssen. Hoskinson hält es für denkbar, Rechenleistung stärker auf viele Geräte wie Smartphones oder Grafikkarten zu verteilen.

Für ihn geht es aber nicht nur um Rechenleistung: Wenn künftig immer mehr KI-Agenten selbstständig Dienste kaufen oder für Daten bezahlen, brauchen sie ein Zahlungssystem, das ohne klassische Bankkonten oder Kreditkarten funktioniert. Kryptowährungen könnten diese Rolle übernehmen und Transaktionen zwischen Maschinen automatisieren.

Ein weiterer Punkt ist die Herkunft digitaler Inhalte. Blockchain-Technologie könnte festhalten, wo Daten oder Inhalte entstanden sind und welche Rechte damit verbunden sind. Krypto wäre in diesem Modell also nicht nur ein zusätzliches Werkzeug für KI, sondern ein Teil der technischen Grundlage.

Beim Clarity Act ist er deutlich pessimistischer. Nach dem gescheiterten Senatsvotum rechnet er nicht mehr mit einer schnellen Einigung und hält eine Verabschiedung vor 2029 für unwahrscheinlich.

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