In den vergangenen Monaten haben mehrere Bitcoin Miner ihre Rechenzentren verstärkt auf künstliche Intelligenz und High Performance Computing ausgerichtet. Der gefallene Bitcoin-Kurs machte KI Computing für einige Betreiber zu einer lukrativeren Alternative. Selbst die zuletzt gestiegenen BTC-Kurse dürften diesen Wandel nicht mehr umkehren.
Das zumindest geht aus dem Bitcoin Mining Report von CoinShares für das zweite Quartal hervor. “Eine Erholung von BTC wird den Übergang zu KI voraussichtlich nicht rückgängig machen”, heißt es darin.
Ein Grund sind langfristige Entscheidungen. Core Scientific zahlte knapp 42 Millionen US-Dollar, um eine Vereinbarung über Mining Hardware mit 15 EH/s Leistung aufzulösen. Andere Betreiber haben Standorte für KI und High Performance Computing für bis zu 15 Jahre vermietet. Insgesamt sollen mindestens 35 EH/s aus dem Bestand börsennotierter Miner verschwinden. Das entspricht rund 4,7 Prozent der aktuellen Bitcoin Hashrate von 750 EH/s.
KI Computing ist deutlich profitabler als Bitcoin Mining
Der Grund: Geld. Die wirtschaftlichen Anreize sind erheblich. CoinShares schätzt den Gewinn mit KI derzeit auf rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Megawatt. Bitcoin Mining bringt demnach etwa 500.000 US-Dollar.
Im zweiten Quartal lagen die durchschnittlichen Cash-Kosten für einen Bitcoin bei rund 75.500 US-Dollar, BTC beendete das Quartal jedoch bei nur 58.400 US-Dollar. Im Juni fiel der Hash Price auf ein Allzeittief von 27,70 US-Dollar je PH/s und Tag.
Mit der Erholung von Bitcoin auf aktuell 75.000 US-Dollar stieg der Has Price inzwischen auf etwa 38 US-Dollar. Die meisten Betreiber liegen damit wieder über ihrem Cash Break-even. CoinShares erwartet dennoch keine Rückkehr jener Miner, die ihre Infrastruktur bereits für KI gebunden haben.
