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Bitcoin stürzt auf 75.000 US-Dollar: Clarity Act scheitert – für Anleger wird es ernst

Bitcoin steht unter Druck, nachdem ein wichtiger US-Gesetzentwurf zur Krypto-Regulierung im Senat gescheitert ist. Für den Clarity Act wird die Zeit nun knapp.

Dominic Döllel
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Goldene Bitcoin-Münzen vor dem US-Kapitol und einer US-Flagge, im Hintergrund zeigt ein roter Kurschart deutlich nach unten.

Beitragsbild: picture alliance und Shutterstock I Fotomontage

| Der Clarity Act ist vorerst gescheitert

Bitcoin und der Krypto-Markt stehen erneut unter Druck. Auf Tagessicht verliert Bitcoin 2,10 Prozent und notiert bei 75.862 US-Dollar. Noch gestern Abend notierte das digitale Gold bei fast 80.000 US-Dollar. Auch Ethereum fällt deutlich und steht derzeit bei 2.403 US-Dollar. Deutlicher trifft es XRP mit einem Minus von 7,6 Prozent.

Grund für die gefallenen Kurse ist unter anderem ein Rückschlag bei der geplanten Krypto-Regulierung in den USA: Der US-Senat hat den Clarity Act vorerst gestoppt. Ein Antrag, der den Weg für die weitere Beratung des Gesetzes freimachen sollte, erhielt am gestrigen 15. September 50 Ja-Stimmen und 50 Gegenstimmen. Notwendig wären 60 Stimmen gewesen.

Der Gesetzentwurf sollte erstmals einen bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Assets schaffen. Da vor 2027 weniger als 36 Sitzungstage verbleiben und nach den Zwischenwahlen im November eine neue Kongressperiode beginnt, gilt eine weitere Behandlung in diesem Jahr als unwahrscheinlich.

Donald Trump unterstützt strenge Krypto-Regeln

Offen bleibt damit auch die künftige Kompetenzverteilung zwischen der Commodity Futures Trading Commission und der Securities and Exchange Commission bei der Aufsicht über den Krypto-Sektor.

Bereits vor der Sommerpause im August war das Gesetz wegen geplanter Ethikregeln ins Stocken geraten. Diese sollten Regierungsvertretern und ihren Familien untersagen, während ihrer Amtszeit digitale Assets herauszugeben oder daran zu verdienen. US-Präsident Donald Trump stimmte vor der Abstimmung den meisten Punkten eines parteiübergreifenden Vorschlags für strengere Regeln zu.

Das passiert jetzt mit Krypto in den USA

Nach dem Scheitern des Clarity Act dürfte sich der Fokus zunächst auf die US-Aufsichtsbehörden verlagern. SEC und CFTC arbeiten bereits an eigenen Initiativen für den Krypto-Sektor. Auch Coinbase-Chef Brian Armstrong sieht die Behörden nun am Zug: “Wir können nicht länger auf den Kongress warten. SEC und CFTC verfügen im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse über die nötigen Instrumente, um klare Regeln zu schaffen”, schreibt er auf X.

Eine dauerhafte Lösung ersetzen diese Schritte jedoch nicht. SEC-Chef Paul Atkins erklärte selbst, dass neue Regeln und Ausnahmen ohne gesetzliche Grundlage keinen dauerhaften Bestand hätten. Für den Clarity Act bleibt bis zum Ende der laufenden Kongressperiode nur wenig Zeit. Kommt es bis dahin zu keiner Einigung, übernimmt im Januar der neu zusammengesetzte Kongress. Damit hängt ein weiterer Anlauf auch davon ab, wie sich nach den Zwischenwahlen die Mehrheiten und zuständigen Ausschüsse zusammensetzen.

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