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Krypto-News: Fed erhöht Zinsen – Clarity Act scheitert

Die Fed erhöht erstmals seit drei Jahren den Leitzins, Revolut gibt sensible Kundendaten an Betrüger heraus und der Clarity Act scheitert im US-Senat – die Krypto-News der Woche.

Moritz Draht
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Zwei Bitcoin-Münzen

Beitragsbild: Shutterstock

| Von der Fed-Zinserhöhung bis zum gescheiterten Clarity Act: Das waren die wichtigsten Krypto-News der Woche

Eine ereignisreiche Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Entwicklungen rund um Bitcoin, DeFi und Krypto-Regulierung kompakt im Überblick.

Fed erhöht den Leitzins – Bitcoin reagiert positiv

Erstmals seit drei Jahren hat die US-Notenbank Fed den Leitzins angehoben. Um 25 Basispunkte ging es nach oben, womit die neue Spanne bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegt. Für die Märkte kam der Schritt allerdings nicht überraschend. Bereits im Vorfeld hatten Anleger mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Entsprechend verhalten fiel die Reaktion am Krypto-Markt aus. Kurz vor der Bekanntgabe notierte Bitcoin bei rund 75.400 US-Dollar. Wenige Minuten später stand die Kryptowährung etwa 700 US-Dollar höher und verbuchte auf Tagessicht ein Plus von rund einem Prozent. Das Thema dürfte die Märkte dennoch weiter beschäftigen: Zum Zeitpunkt der Entscheidung preisten die Futures bereits weitere Zinserhöhungen innerhalb der kommenden zwölf Monate ein.

Warum die Inflation der Fed dabei weiterhin Sorgen bereitet, lest ihr hier: Fed erhöht den Leitzins – so reagiert Bitcoin.

Clarity Act scheitert im US-Senat

Eigentlich sollte der Clarity Act endlich für klarere Spielregeln am US-Krypto-Markt sorgen. Doch das Gesetzesvorhaben ist vorerst gescheitert. Bei der Abstimmung im Senat stimmten 49 Senatoren dafür und 50 dagegen. Die für das weitere Verfahren notwendige Schwelle von 60 Stimmen wurde damit deutlich verfehlt.

Der Gesetzentwurf hätte unter anderem die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer voneinander abgegrenzt und dezentrale Token als digitale Rohstoffe unter Aufsicht der CFTC eingeordnet. Nach zahlreichen Änderungen am Entwurf blieben jedoch insbesondere bei den Ethikregeln politische Differenzen bestehen. Ein erneuter Anlauf noch in diesem Jahr gilt angesichts des engen Zeitplans als äußerst unwahrscheinlich. Derweil arbeiten SEC und CFTC an eigenen regulatorischen Maßnahmen im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse.

Welche Folgen das Scheitern für die Krypto-Regulierung in den USA hat: Clarity Act gescheitert: Wie geht es mit der Krypto-Regulierung jetzt weiter?

Revolut-Datenleck: Hacker fordern angeblich 10.000 Bitcoin

Ein schwerwiegender Betrugsfall beschäftigt derweil die Digitalbank Revolut. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Reuters, sensible Kundendaten an eine gefälschte Behördenadresse übermittelt zu haben. Den Angreifern war es gelungen, eine E-Mail-Adresse innerhalb der tatsächlichen Domain-Infrastruktur einer Behörde zu erstellen, sodass die Anfrage zunächst legitim erschien.

Unter den abgeflossenen Informationen befinden sich Namen, Adressen, Ausweiskopien und vollständige Transaktionshistorien – einschließlich Bitcoin-Transaktionen. Besonders für Krypto-Anleger könnte die Kombination aus Wohnadresse, Identitätsdaten und Transaktionsverlauf ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Angreifer sollen inzwischen mit der Veröffentlichung weiterer Daten drohen und angeblich 10.000 Bitcoin fordern. Die Forderung wurde bislang allerdings weder von Revolut noch von Ermittlungsbehörden bestätigt.

Was hinter der angeblichen Forderung von 10.000 Bitcoin steckt: Datenleck bei Revolut: Hacker fordern angeblich 10.000 Bitcoin.

Strategy kauft erneut keine Bitcoin

Michael Saylors Strategy ist eigentlich für regelmäßige Bitcoin-Käufe bekannt. Doch bereits die zweite Woche in Folge verzichtete das Unternehmen auf eine Aufstockung seiner BTC-Bestände. Stattdessen flossen 139,3 Millionen US-Dollar in den Rückkauf von 1,42 Millionen eigenen STRC-Vorzugsaktien.

Der Bitcoin-Bestand bleibt damit unverändert bei 845.050 BTC, die Strategy zu einem durchschnittlichen Preis von 75.412 US-Dollar erworben hat. Insgesamt investierte das Unternehmen rund 63,73 Milliarden US-Dollar in seine Bestände und hält damit weiterhin mehr als vier Prozent aller maximal verfügbaren Bitcoin. Der aktuelle Kurs bedeutet daher keine Abkehr von der Bitcoin-Strategie. Vielmehr nutzt das Unternehmen seine Liquiditätsreserven inzwischen flexibler und setzt einen Teil davon für Zinszahlungen sowie eigene Wertpapiere ein.

Warum Strategy derzeit Millionen in eine andere Richtung verschiebt, erfahrt ihr hier: Strategy lässt Bitcoin liegen – und verschiebt Millionen in eine andere Richtung.

Nach Millionen-Hack: Balancer droht das Aus

Nach mehr als sechs Jahren könnte für das DeFi-Protokoll Balancer bald Schluss sein. Ein neuer Governance-Vorschlag sieht vor, die Geschäftsentwicklung einzustellen und die bestehenden Liquiditätspools schrittweise abzuwickeln. Über den Plan sollen die Token-Inhaber vom 25. bis zum 29. September abstimmen.

Schwer belastet wurde Balancer durch einen Hack im November 2025, bei dem aufgrund einer Schwachstelle in älteren V2-Pools Schäden von rund 128 Millionen US-Dollar entstanden. Doch auch wirtschaftlich steht das Protokoll unter Druck: Monatlichen Kosten von rund 150.000 US-Dollar stehen laut Vorlage lediglich etwa 30.000 US-Dollar an Einnahmen gegenüber. Sollte die Community dem Vorschlag zustimmen, könnten erste Pools bereits Ende Oktober auf reine Auszahlungen umgestellt werden.

Wie die geplante Abwicklung aussehen soll und was mit den verbliebenen Vermögenswerten passiert, lest ihr hier: Nach 128-Millionen-Hack: DeFi-Urgestein Balancer vor dem Aus.

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