Zinsentscheid 

Fed erhöht den Leitzins – so reagiert Bitcoin

Die heutige Entscheidung ist wohl nicht das Ende der Debatte. Die Märkte rechnen bereits mit weiteren Zinsschritten in den kommen Monaten.

Jan-Malte Minnerup
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Das Bild zeigt Kevin Warsh

Beitragsbild: picture alliance

| Fed-Chef Kevin Warsh mit der ersten Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren

Nachdem die US-Notenbank den Leitzins seit Jahresbeginn unverändert gelassen hatte, folgt jetzt die geldpolitische Wende. Erstmals seit drei Jahren hat die Fed eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf eine Spanne zwischen 3,75 und 4,00 Prozent beschlossen.

Zinserhöhung seit Tagen fast vollständig eingepreist

Überraschend kommt der Schritt für die Finanzmärkte allerdings kaum. Bereits bei der vergangenen Sitzung im Juli hatten sich mehrere Mitglieder des Offenmarktausschusses für höhere Zinsen ausgesprochen. Zudem hat der überraschend robuste US-Arbeitsmarktbericht vom 4. September die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bereits auf knapp 60 Prozent getrieben. Den entscheidenden Schub lieferten die anschließend veröffentlichten Inflationsdaten und so geht der Markt seit fast zwei Wochen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent von einer Zinserhöhung aus.

Entsprechend unbeeindruckt zeigt sich der Bitcoin-Kurs. Unmittelbar vor der Veröffentlichung wurde die größte Kryptowährung noch zu einem Preis von 75.400 US-Dollar gehandelt. Wenige Minuten später notiert der Kurs etwa 700 US-Dollar über diesem Wert und verzeichnet ein Tagesplus etwa einem Prozent.

Steigende Zinsen erst der Anfang?

Für die Anleger und den weiteren Verlauf des Bitcoin-Kurses dürfte entscheidend sein, ob mit der heutigen Entscheidung jetzt eine längere Phase steigender Zinsen beginnt. An den Terminmärkten werden für die kommenden zwölf Monate inzwischen drei weitere Zinsschritte eingepreist. Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der US-Notenbank unmittelbar nach dem heutigen Entscheid bei 56 Prozent. Für eine Erhöhung um 50 Basispunkte liegt die Wahrscheinlichkeit zudem bei 38 Prozent. Ausschlaggebend ist vor allem die Sorge, dass der weiterhin erhöhte Preisdruck und die hohen Energiepreise die Inflation länger über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed halten könnten.

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