Die US-Inflation hat sich im Juli wie erwartet entwickelt. Der Verbraucherpreisindex (CPI) stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und entsprach damit exakt den Prognosen der Ökonomen. Im Juni war der Index noch um 0,4 Prozent gefallen. Auf Jahressicht lag die Inflationsrate bei 3,4 Prozent. Damit fiel sie ebenfalls wie erwartet aus und leicht niedriger als die 3,5 Prozent im Juni.
Auch die Kerninflation, bei der die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie herausgerechnet werden, lieferte keine Überraschung. Der Core CPI legte im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zu. Analysten hatten mit demselben Anstieg gerechnet, nachdem die Kerninflation im Juni gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben war. Im Jahresvergleich sank die Rate von 2,6 auf 2,5 Prozent.
Bitcoin reagierte zunächst mit leichten Verlusten auf die Veröffentlichung. Der BTC-Kurs fiel unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen von rund 64.400 US-Dollar auf etwa 64.000 US-Dollar, stabilisierte sich anschließend jedoch wieder. Auf Sicht von 24 Stunden zeigte sich die Kryptowährung damit weitgehend unverändert. Die Futures auf den Nasdaq 100 notierten derweil rund 0,7 Prozent im Plus.
Zinserhöhung im September bleibt möglich
Auch am US-Anleihemarkt sorgten die Inflationsdaten für keine größere Trendwende. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen lag bei rund 4,19 Prozent und damit 3,6 Basispunkte niedriger als am Vortag. Die Rendite zehnjähriger Treasuries fiel um etwa drei Basispunkte auf 4,66 Prozent.
Nach den zuletzt überraschend schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt erhielt der Inflationsbericht besondere Bedeutung. Im Juli gingen in den Vereinigten Staaten netto 23.000 Stellen verloren. Ökonomen hatten zuvor mit einem Zuwachs von 80.000 Arbeitsplätzen gerechnet.
Die Kombination aus schwächerem Arbeitsmarkt und weiterhin erhöhtem Preisdruck lässt Anleger über den weiteren Kurs der US-Notenbank rätseln. Nach den CPI-Daten preisten Marktteilnehmer laut CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von rund 42 Prozent für eine Zinserhöhung der Federal Reserve bei ihrer Sitzung im September ein. Unmittelbar vor Veröffentlichung der Inflationszahlen hatte die Wahrscheinlichkeit noch bei 48 Prozent gelegen, vor einer Woche bei 54 Prozent.
Damit haben die neuen Inflationsdaten die Erwartungen an die nächste Fed-Entscheidung nur geringfügig verändert. Während die Sommerflaute weiter an den Nerven der Marktteilnehmer zehrt, rät Krypto-Influencerin MissCrypto: “Das ist das Beste, was man tun kann”.
