Die US-Regierung verschärft ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran. Das US-Finanzministerium hat die Krypto-Börsen Shelbit und Aban Tether mit Sanktionen belegt. Den Behörden zufolge sollen die Plattformen dabei geholfen haben, bestehende Sanktionen zu umgehen und Gelder für die iranischen Revolutionsgarden zu bewegen. Die Maßnahmen sind Teil der Kampagne „Economic Fury“ der Trump-Regierung gegen iranische Finanznetzwerke.
Mehr als drei Millionen US-Dollar
Nach Angaben des Office of Foreign Assets Control, kurz OFAC, flossen mehr als drei Millionen US-Dollar in Kryptowährungen zwischen Shelbit und Wallets, die den iranischen Revolutionsgarden zugerechnet werden. Demnach überwiesen entsprechende Wallets mehr als eine Million US-Dollar an die Börse und erhielten mehr als zwei Millionen US-Dollar von Shelbit.
Auch gegen den Shelbit-Betreiber Siavash Kayvanpour sowie mehrere von ihm kontrollierte Unternehmen in Georgien, Polen und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhängte die Behörde Sanktionen.
Wallets mit Verbindungen zu Kayvanpour sollen außerdem mehr als zwei Millionen US-Dollar an Nobitex transferiert haben. Die größte iranische Krypto-Börse steht seit Juni auf der US-Sanktionsliste.
US-Finanzminister feiert Erfolg gegen Krypto-Finanzierung im Iran
“Die Abhängigkeit des iranischen Regimes von digitalen Vermögenswerten und Schattenbankennetzwerken ist ein weiterer Beleg dafür, dass Economic Fury wirkt”, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent.
Unabhängig davon, ob US-Dollar, Rial oder Kryptowährungen genutzt würden, werde das Finanzministerium die illegalen Finanznetzwerke verfolgen und zerschlagen, die das Regime finanzierten.
Erst letzte Woche haben die USA HormuzSafe wegen mutmaßlicher Bitcoin-Zahlungen für Schiffsversicherungen in der Straße von Hormus sanktioniert. Mehr dazu hier: Bitcoin-Zahlungen für Schiffe? USA verhängen neue Iran-Sanktionen.
