Sicherheitsforscher haben 52,37 Bitcoin aus Wallets gerettet, die von einer Schwachstelle bei Hardware Wallets von Coldcard betroffen sind. Beim aktuellen Kurs entspricht das rund 4,5 Millionen US-Dollar. Die Coins liegen inzwischen beim Crypto Recovery Trust aus dem US-Bundesstaat Wyoming, der sie an die Geschädigten zurückgeben soll. Das teilte Alex Thorn, Forschungschef bei Galaxy Digital, am Montag auf X mit.
Hinter der Aktion stehen sogenannte White Hats, also Sicherheitsexperten, die eine Schwachstelle selbst ausnutzen, um Gelder vor Angreifern in Sicherheit zu bringen. Nach Thorns Angaben sicherten sie rund 40 Prozent der Bitcoin, die in der zweiten Angriffswelle bewegt wurden. Bei 3,0134 BTC ist die Herkunft allerdings unklar, Galaxy hatte die zugehörigen Adressen bislang nicht erfasst.
Wettlauf gegen die Angreifer
Wie knapp es teilweise zuging, schilderte Nick Bax vom Sicherheitsnotfallteam SEAL 911. Er habe Ende Juli geholfen, rund 50 Bitcoin zu sichern, weil deren Diebstahl unmittelbar bevorgestanden habe, schrieb er am 9. September.
Ursache ist ein Fehler bei der Erzeugung von Zufallszahlen. Private Schlüssel, die mit betroffenen Geräten erstellt wurden, sind dadurch leichter zu berechnen als vorgesehen. Wer die Schwachstelle kennt, kann auf die Coins zugreifen, bevor der Besitzer etwas bemerkt. Nach veröffentlichten Auswertungen liegen auf den betroffenen 9.162 Adressen insgesamt 1.830 Bitcoin, beim aktuellen Kurs gut 157 Millionen US-Dollar.
Mögliche Geschädigte können ihre Wallet-Adresse auf der Website des Crypto Recovery Trust eingeben. Dort lässt sich prüfen, ob der Treuhandfonds ihre Bitcoin verwahrt.

