Studie: Wie die Stimmung auf sozialen Medien Einfluss auf den Bitcoin-Kurs nimmt

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Bull market Investment chance. investor should to trade more than normal situation to make more capital gain or profit. via shutterstock

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Wissenschaftler des Stevens Institute of Technology analysierten 3,3 Millionen Tweets und 344.000 Einträge des BitcoinTalk-Forums. Sie bestätigten, was viele schon lange vermuten: Posts auf sozialen Netzwerken wie Twitter beeinflussen den Bitcoin-Kurs. Doch nicht die, die am lautesten schreien, haben auch den meisten Einfluss.

Preismanipulation bei Bitcoin ist ein großes Thema in der Kryptowelt. Vor einem Monat starteten US-amerikanische Behörden Untersuchungen, da gewisse Trader im Verdacht stehen, mit unlauteren Methoden den Bitcoin-Kurs zu beeinflussen. Anschließend veröffentlichte BTC-ECHO einen investigativen Bericht darüber, wie leicht man ICO-Ratings kaufen kann – ein Grund mehr, bei Investitionen vorsichtig zu sein. Doch es muss nicht immer manipulativ sein: Wie nun aus einer Studie des Steven Institute of Technology hervorgeht, lässt sich an der Stimmung auf Twitter und im BitcoinTalk-Forum die Entwicklung des Bitcoin-Kurses ablesen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass es eine Gewichtung im Einfluss der Kommentierenden gibt. Die Gruppe der „stillen“ Poster sind einflussreicher als andere.

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Doch der Reihe nach. Das Forscherteam der Stevens School of Business rund um Feng Mai hat über zwei Jahre Daten aus dem BitcoinTalk-Forum gesammelt und ausgewertet. Zur Auswertung verwendeten sie in Zusammenarbeit mit Forscherteams aus anderen Universitäten ein Python Script. Dadurch vereinfachten sie die Auswertung und konnten die Daten in verschiedene Kategorien aufteilen: Positiv, negativ und sonstige. Zusätzlich sammelten sie insgesamt 3,4 Millionen Tweets, in denen es um das Thema Bitcoin ging.

Mit der statistischen Methode VECM (Vector Error Correction Model) verglichen sie Änderungen im Bitcoin-Kurs mit der Stimmung in der Community. Um dabei so korrekt wie möglich zu arbeiten, bezogen sie Indikatoren wie den S&P-Börsen-Index, Goldpreise und Volatilitätsindizes mit ein.

Der Einfluss ist dabei jedoch nicht nur einseitig, wie die Forscher herausfanden. Die Stimmung im Forum und auf Twitter hat also Einfluss auf den Bitcoin-Kurs. Doch in die andere Richtung verhält es sich genauso. Sinkt der Kurs, so ändert sich auch die Stimmung in den Gesprächen. So erklärt Mai:

„Viele von uns wussten das vielleicht schon intuitiv. Aber das waren die ersten robusten statistischen Daten, um die Verbindung zwischen sozialen Medien und dem Bitcoin-Kurs aufzuzeigen.“

Auch wenn es zunächst banal klingt, waren diese Erkenntnisse ein unverzichtbarer Baustein für die weiteren Untersuchungen. Im nächsten Schritt teilten die Forscher die Posts nämlich in zwei weitere Kategorien auf. Die Gruppe, die oft postet und 60 Prozent der Gesamtzahl stellten und die Gruppe, die seltener etwas von sich gab.

Die „stille Masse“ hat den größten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs

Dabei ging es vor allem darum, herauszufinden, wer tatsächlich Einfluss hat und wer nur seine eigenen Interessen verfolgt:

„Laute Nutzer von sozialen Medien haben manchmal vielleicht eine bestimmte Agenda, wie zum Beispiel den Bitcoin-Kurs zu boosten, weil sie selbst investiert haben.“

Das Ergebnis: Wer laut schreit, hat nicht immer Recht. Denn Menschen, die sehr häufig kommentieren, haben keinen großen Einfluss auf den Bitcoin-Kurs, so das Ergebnis der Studie. Vielmehr sei es die „schweigende Masse“, die den Bitcoin-Kurs beeinflussen könne. Sie melden sich nur selten zu Wort, liefern dann jedoch fundierte Analysen. Dadurch strahlen sie letztlich mehr Kompetenz aus als all jene schillernde Persönlichkeiten in der Kryptowelt, die jeden Tag dieselben Analysen bringen:

„Das war dann doch ein interessantes Ergebnis. Es beweist, dass Menschen der ‚schweigenden Masse‘ eher trauen, vielleicht weil sie nicht so wirken, als verfolgten sie eine Agenda.“

So lohnt es sich also, sich die detaillierten und fundierten Analysen auszusuchen, statt den lauten Schreien der Influencer und Panikmacher zu folgen:

„Wenn man den Kommentaren folgt, die sich unregelmäßig zu Wort melden, bekommt man eine sehr viel genauere Voraussage des Bitcoin-Kurses – das ist sowohl für aktive als auch für potentielle Investoren interessant.“

Es gilt also wie immer: Do your own research. Ein Blick ins Bitcointalk-Forum lohnt sich.

BTC-ECHO

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