Regulierungs-ECHO: Stürmische Zeiten für Libra

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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In Großbritannien sind Krypto-Werte weder Währungen noch Wertpapiere, während die zuständige Wertpapieraufsicht in den USA den Herausgeber des VERI Token zur Kasse bittet und die Wertpapierkommission in Ontario den Prospekt von 3iQ unter Vorbehalt zulässt. Fernab von Wertpapieren warnt die BaFin vor Krypto-Assets und Facebook hat bei der Kryptowährung Libra erneut Rückschläge einstecken müssen. Das Regulierungs-ECHO.

Anti-Libra: EU-Entwurf sieht Prüfung eines digitalen Euro durch EZB vor

Aus einem aktuellen EU-Entwurf geht hervor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Einführung einer digitalen Währung prüft. Die Finanzbehörden der Mitgliedsländer sollen dafür gemeinsame Richtlinien vereinbaren. Der Entwurf könnte im Dezember bei einer Abstimmung verabschiedet werden und Facebooks Libra-Projekt weiter zurückwerfen.

Kanada: Geschlossener Bitcoin-Fonds in der Mache


Die Wertpapierkommission in Ontario hat den Prospekt des geschlossenen Bitcoin-Fonds von 3iQ vorläufig gebilligt und prüft nun eine Zulassung. Anfang des Jahres hat die Regulierungsbehörde eine entsprechende Zulassung noch blockiert. Daraufhin ist 3iQ in Berufung gegangen und hat auf die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Regularien für die BTC-Verwahrung verwiesen.

Großbritannien: Bitcoin weder Währung noch Wertpapier

Die britische Steuerbehörde hat die Richtlinien für Unternehmen erneuert und erklärt, dass Krypto-Werte weder Währungen noch Wertpapiere darstellen. Dementsprechend fallen Krypto-Werte nicht unter die britische Stempelsteuer. Bereits 2015 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass der Umtausch von Bitcoin von der Umsatzsteuer befreit ist.

Veritaseum CEO Reggie Middleton muss 9,5 Millionen US-Dollar Vergleich zahlen

Im Rechtsstreit zwischen dem Unternehmer Reginald Middleton und der US-amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC haben sich beide Parteien auf einen Vergleich geeinigt. Middleton muss folglich für die Vergleichssumme von insgesamt 9,5 Millionen US-Dollar inklusive eines Bußgeldes in Höhe von einer Million US-Dollar aufkommen. Middleton wird vorgeworfen, nicht registrierte Wertpapiere in Form des VERI Token (Veritaseum) verkauft zu haben.

Libra: Australische Behörden fordern weitere Informationen

Facebooks geplante Kryptowährung Libra stößt nicht nur im europäischen Finanzsektor auf Kritik. Auch australische Behörden sehen in der digitalen Währung eine Gefährdung der Finanzsouveränität. Ein Spezialkomitee der australischen Finanzaufsicht hat dahingehend bereits im Juli vor Risiken von Libra für Investoren und Verbraucher gewarnt.

Bitcoin-Regulierung: BaFin sieht Risiken für Anleger von Krypto-Assets

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhebt eine Marktbefragung zu Derivaten mit Krypto-Assets als Basiswert. In dem entsprechenden Bericht hebt die BaFin mögliche Risiken für Anleger von Krypto-Assets hervor. Durch die Befragung lässt sich die Marktentwicklung von Derivaten auf Krypto-Assets analysieren.

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