Veritaseum CEO Reggie Middleton muss 9,5 Millionen US-Dollar Vergleich zahlen

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Veritaseum-Schriftzug aus Buchstabenwürfeln auf blauem Untergrund

Quelle: Shutterstock

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Der Urheber des Veritaseum ICO muss im Rahmen eines Vergleichs mit der US-Börsenaufsicht SEC ein siebenstelliges Bußgeld berappen. Ein Opferfonds für geprellte VERI-Investorinnen und Investoren ist angedacht. Er soll aus den Millionen gespeist werden, die Middleton in Kryptowährung, Fiatgeld und Edelmetallen angelegt hat.

Im Streit zwischen der US-amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC und dem Unternehmer Reginald Middleton haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt. Middleton, dem von der SEC unter anderem der Verkauf nicht registrierter Wertpapiere in Form des VERI Token (Veritaseum) vorgeworfen wird, hat sich zur Zahlung einer Vergleichssumme von insgesamt rund 9,5 Millionen US-Dollar bereit erklärt. 8,5 Millionen US-Dollar davon entfallen auf Gewinne, die Veritaseum nach dem Inital Coin Offering unrechtmäßig abgeschöpft haben soll. Dazu gesellt sich für Middleton persönlich ein zivilrechtliches Bußgeld in Höhe von einer Million US-Dollar.

Die 9,5 Millionen US-Dollar sollen in einen Opfer-Fonds für geprellte VERI-Investoren fließen. Die Finanzierung des Fonds, der auch zur Bezahlung der Mediatoren dient, scheint dabei gesichert. Die SEC hat bereits im August Konten von Middleton eingefroren, nachdem dieser damit begonnen hatte, Erlöse aus dem Veritaseum ICO auf sein Privatkonto zu überweisen. Infolgedessen beantragte die SEC die Sperrung von insgesamt 18 Bankkonten, namentlich bei den Großbanken Bank of America, Citibank und J.P. Morgan Chase. Auch Middletons Accounts bei den Krypto-Börsen Kraken und Gemini waren von der SEC-Order betroffen.

Entschädigungen für Veritaseum-Opfer

Die Finanzinstitute sind nun dazu angehalten, den Inhalt aller aufgeführten Konten an die SEC zu überweisen. Kraken und Gemini sollen Bitcoin und Ethereum aus den betroffenen Accounts zur Verwahrung an den Mediator überweisen. Darüber hinaus besitzt Middleton Rücklagen in Form von Gold, Silber und Palladium. Auch diese wurden von der SEC „eingefroren“. Dabei geht es insgesamt um rund 12,4 kg Gold, 42,1 kg Silber sowie 13,5 kg Palladium. Der Gegenwert der eingefrorenen Edelmetalle beträgt kombiniert rund 1,5 Millionen US-Dollar.


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Abseits der zu entrichtenden Summe hat der Vergleich weitere Konsequenzen für Middleton. So ist es Middleton fortan unter anderem verboten, digitale Wertpapiere jeglicher Form zu verkaufen. Immerhin: Durch den Vergleich muss sich Middleton nicht vor einem Strafgericht verantworten. Auch muss er sich nicht bezüglich seiner Schuld äußern. Ferner hat Middleton keine Möglichkeit, ein Berufungsverfahren anzustreben. Die Bewilligung des Vergleichs durch ein New Yorker Gericht ist final.

Veritaseum reiht sich damit in die Regie hunderter ICOs ein, gegen die die SEC ermittelt. Der Vorwurf bezieht in der Regel auf die Herausgabe nicht registrierter Wertpapiere an Kleinanleger. Die SEC stuft die meisten Token als Wertpapiere ein, weil die Investoren in der Regel von einer Wertsteigerung des Assets ausgehen. Aus diesem Grund hat die Behörde bereits zahlreiche ICOs abgestraft. Zuletzt kam es etwa zu einem millionenschweren Vergleich mit Block.One, den Urhebern von EOS.

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