Shitcoin-Dämmerung: SEC nimmt Veritaseum (VERI) ins Visier

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Shitcoin-Dämmerung: SEC nimmt Veritaseum (VERI) ins Visier

Das ICO Veritaseum (VERI) ist dem Kreuzzug der US-amerikanischen Securites and Exchange Commission zum Opfer gefallen. Anleger sollen zwischen 2017 und 2018 mit falschen Versprechungen zu einem Investment in den VERI Token bewogen worden sein. Die SEC hat nun vor Gericht ein Einfrieren des Veritaseum-Vermögens durchsetzen können.

Die US-amerikanische Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörde SEC hat erneut den regulatorischen Hammer kreisen lassen. Diesmal traf es mit Veritaseum einen Initial Coin Offering, der zwischen 2017 und 2018 14,8 Millionen US-Dollar an Investorengeldern sammeln konnte. Die SEC hat von einem New Yorker Gericht die Bewilligung für das Einfrieren von mindestens 8 Millionen US-Dollar, die Veritaseum mit dem Verkauf des Token VERI eingenommen hatte, erhalten.

Im Fokus der Behörde steht dabei Veritaseum-Gründer Reginald Middleton. Ihm wird vorgeworfen, Investoren bewusst getäuscht zu haben. So soll der Unternehmensgründer etwa von einem marktreifen Produkt gesprochen haben, obwohl überhaupt kein Produkt vorhanden war. Ferner wirft die SEC Middleton vor, falsche Angaben zur Nachfrage an dem VERI Token gemacht zu haben. Darüber hinaus soll Middleton damit begonnen haben, Teile der gesammelten Gelder auf sein Privatkonto zu überweisen. Dabei hat vor allem Letzteres die SEC auf den Plan gerufen:

Nachdem wir von Middletons Geldtransfer erfahren hatten, haben wir schnell gehandelt, um die weitere Zerstreuung von Investorenvermögen zu verhindern,

sagte Marc P. Berger, SEC-Regionaldirektor für New York, in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Ob in digitaler Währung oder in einfacher Währung, wir werden handeln, um die Vermögenswerte der Anleger zu schützen und Betrug und Manipulation an unseren Wertpapiermärkten zu verfolgen.

Die SEC strebt neben einer Entschädigung der Anleger durch Veritaseum ein Verbot für Middleton an, weiter als Geschäftsführer bzw. Direktor tätig zu sein.

ICO ohne Whitepaper


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BTC-ECHO-Chefanalyst Dr. Philipp Giese hat bereits im Juli 2017 starke Zweifel an Veritaseum geäußert:

Veritaseum ist ein Asset, das Grund zur Kritik gibt. Dass ein ICO ohne ein wirkliches Whitepaper gemacht wurde, dass die Webseite über ein recht chaotisches Design verfügt und dass der eigentliche Entwickler hinter dem Coin bisher noch keine Reputation in der Krypto-Sphäre besitzt, stimmt skeptisch. Dieser Eindruck wird durch einen sehr generischen Smart Contract, welcher dem Token Sale zugrunde liegt, eher erhärtet als abgeschwächt,

so Dr. Giese seinerzeit.

SEC vs. ICO

Die Securities and Exchange Commission ermittelt seit geraumer Zeit gegen Hunderte von ICOs. Vor allem die legendäre ICO-Blase 2017 hat die Behörde dazu veranlasst, Initial Coin Offerings verstärkt ins Visier zu nehmen. Die eifrige Hatz auf ICOs hat ihre Wurzel in der Position der SEC, dass bei ICOs ausgegebene Token prinzipiell Wertpapiercharakter haben. Das bedeutet, dass ein ICO in den USA zwingend eine Registrierung der SEC benötigt – womit vor allem Kleinanleger geschützt werden sollen. Aufgrund dieser rigorosen Haltung der SEC sind Investoren mit Wohnsitz in den USA mittlerweile von den meisten ICOs ausgeschlossen.

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